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       <title>Dokumente - Komitee Forschung Naturmedizin e. V.</title>
       <description><![CDATA[]]></description>
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           <title>Neue Evidenzbelege für pflanzliche Arzneimittel</title>
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           <media:title type="plain">Neue Evidenzbelege für pflanzliche Arzneimittel</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><span class="fontstyle0"><span class="fontstyle0">Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) fördert die Etablierung von Registerstudien für Phytopharmaka</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Pflanzliche Arzneimittel, so genannte Phytopharmaka, sind seit jeher ein unverzichtbarer Bestandteil sowohl der ärztlichen Therapie als auch der Selbstmedikation. Dabei sind klinische Studien heute eine Grundvoraussetzung für die Zulassung pflanzlicher Zubereitungen als Arzneimittel. Die Folgen der ärztlichen Verordnung bzw. der Selbstmedikation werden in diesen Studien jedoch nur unvollständig abgebildet.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Im Gegenzug gewinnt die Analyse von Real World Data, d.h. die Analyse von Daten aus dem Versorgungsalltag der therapeutischen Praxis, zunehmend an Relevanz und ergänzt die Ergebnisse klassischer klinischer Studien. Eine aus Real World Data abgeleitete klinische Evidenz wird als Real World Evidence (RWE) bezeichnet und stellt grundsätzlich eine wichtige Option zur Bewertung therapeutischer Maßnahmen dar.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2">Das Komitee Forschung Naturmedizin hat im Mai 2022 einen interdisziplinären Workshop zur Real World Evidence in der Phytotherapie veranstaltet, der von Prof. Dr. Michael Koller, dem Leiter des Zentrums für Klinische Studien am Universitätsklinikum Regensburg, moderiert wurde. Die Ergebnisse wurden aktuell in der </span><span class="fontstyle0">Zeitschrift für Allgemeinmedizin</span><span class="fontstyle2">, im Springer-Verlag, veröffentlicht (</span><span class="fontstyle2"><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-023-00021-7" target="_blank" rel="noopener">https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-023-00021-7</a></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">).</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Ziel des Workshops war es, den aktuellen Stand der Diskussion um die RWE zu beleuchten und insbesondere den Nutzen für die Forschung im Bereich der Phytopharmaka aufzuzeigen. Darüber hinaus wurden die methodischen Grundlagen für den Aufbau eines Registers für Phytopharmaka zusammengetragen. Relevante Fragestellungen in diesem Zusammenhang waren u.a.:</span></span></p>
<ul>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Die Definition von indikationsübergreifenden Kriterien/Attributen (inklusive</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Komorbiditäten und Komedikationen), aus denen sich Hinweise auf eine</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel sowie deren Auswirkungen auf die</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Quality of Life der Nutzerinnen und Nutzer ableiten lassen.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Methoden zur Datenerhebung bei Nutzern pflanzlicher apothekenpflichtiger</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Arzneimittel.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Methoden der Datenauswertung zu Wirksamkeit von pflanzlichen </span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Arzneimitteln, auch unter Einsatz von Machine Learning.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2">Regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen.</span></li>
</ul>
<p><span class="fontstyle0">„Der schrittweise Aufbau eines Registers für Phytopharmaka mit klar definierten methodischen Kriterien in Verbindung mit der Erfassung patientenzentrierter Endpunkte, bietet die Chance, die wissenschaftliche Basis für die Anwendung und den klinischen Nutzen von Phytopharmaka zu erweitern“</span><span class="fontstyle2">, resümiert Prof. Dr. Michael Habs, stellvertretender Vorsitzender des KFN.</span></p>
<p><span class="fontstyle0"><span class="fontstyle0"><strong>Über das KFN</strong><br /></span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Zweck des Vereins ist die Förderung der Erforschung naturheilkundlicher Verfahren und die Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um die wissenschaftliche Begründung naturheilkundlicher Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieser Zweck wird verwirklicht durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2">Pressekontakt: <br />Komitee Forschung Naturmedizin e.V. <br />Susanne Legat <br />Telefon: 089/22802500 <br />E-Mail: </span><span class="fontstyle2"><a href="mailto:kfn@kfn-ev.de">kfn@kfn-ev.de</a></span></p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p><span class="fontstyle0"><span class="fontstyle0">Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) fördert die Etablierung von Registerstudien für Phytopharmaka</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Pflanzliche Arzneimittel, so genannte Phytopharmaka, sind seit jeher ein unverzichtbarer Bestandteil sowohl der ärztlichen Therapie als auch der Selbstmedikation. Dabei sind klinische Studien heute eine Grundvoraussetzung für die Zulassung pflanzlicher Zubereitungen als Arzneimittel. Die Folgen der ärztlichen Verordnung bzw. der Selbstmedikation werden in diesen Studien jedoch nur unvollständig abgebildet.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Im Gegenzug gewinnt die Analyse von Real World Data, d.h. die Analyse von Daten aus dem Versorgungsalltag der therapeutischen Praxis, zunehmend an Relevanz und ergänzt die Ergebnisse klassischer klinischer Studien. Eine aus Real World Data abgeleitete klinische Evidenz wird als Real World Evidence (RWE) bezeichnet und stellt grundsätzlich eine wichtige Option zur Bewertung therapeutischer Maßnahmen dar.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2">Das Komitee Forschung Naturmedizin hat im Mai 2022 einen interdisziplinären Workshop zur Real World Evidence in der Phytotherapie veranstaltet, der von Prof. Dr. Michael Koller, dem Leiter des Zentrums für Klinische Studien am Universitätsklinikum Regensburg, moderiert wurde. Die Ergebnisse wurden aktuell in der </span><span class="fontstyle0">Zeitschrift für Allgemeinmedizin</span><span class="fontstyle2">, im Springer-Verlag, veröffentlicht (</span><span class="fontstyle2"><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-023-00021-7" target="_blank" rel="noopener">https://link.springer.com/article/10.1007/s44266-023-00021-7</a></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">).</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Ziel des Workshops war es, den aktuellen Stand der Diskussion um die RWE zu beleuchten und insbesondere den Nutzen für die Forschung im Bereich der Phytopharmaka aufzuzeigen. Darüber hinaus wurden die methodischen Grundlagen für den Aufbau eines Registers für Phytopharmaka zusammengetragen. Relevante Fragestellungen in diesem Zusammenhang waren u.a.:</span></span></p>
<ul>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Die Definition von indikationsübergreifenden Kriterien/Attributen (inklusive</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Komorbiditäten und Komedikationen), aus denen sich Hinweise auf eine</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel sowie deren Auswirkungen auf die</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Quality of Life der Nutzerinnen und Nutzer ableiten lassen.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Methoden zur Datenerhebung bei Nutzern pflanzlicher apothekenpflichtiger</span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Arzneimittel.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Methoden der Datenauswertung zu Wirksamkeit von pflanzlichen </span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Arzneimitteln, auch unter Einsatz von Machine Learning.</span></span></li>
<li><span class="fontstyle2">Regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen.</span></li>
</ul>
<p><span class="fontstyle0">„Der schrittweise Aufbau eines Registers für Phytopharmaka mit klar definierten methodischen Kriterien in Verbindung mit der Erfassung patientenzentrierter Endpunkte, bietet die Chance, die wissenschaftliche Basis für die Anwendung und den klinischen Nutzen von Phytopharmaka zu erweitern“</span><span class="fontstyle2">, resümiert Prof. Dr. Michael Habs, stellvertretender Vorsitzender des KFN.</span></p>
<p><span class="fontstyle0"><span class="fontstyle0"><strong>Über das KFN</strong><br /></span></span><span class="fontstyle2"><span class="fontstyle2">Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Zweck des Vereins ist die Förderung der Erforschung naturheilkundlicher Verfahren und die Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um die wissenschaftliche Begründung naturheilkundlicher Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieser Zweck wird verwirklicht durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen.</span></span></p>
<p><span class="fontstyle2">Pressekontakt: <br />Komitee Forschung Naturmedizin e.V. <br />Susanne Legat <br />Telefon: 089/22802500 <br />E-Mail: </span><span class="fontstyle2"><a href="mailto:kfn@kfn-ev.de">kfn@kfn-ev.de</a></span></p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2023</category>
           <pubDate>Tue, 28 Mar 2023 23:02:55 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Hohes Interesse an Naturmedizin bei Patienten und Ärzten – ärztliche Weiterbildung bedarf aber noch der Optimierung</title>
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           <media:title type="plain">Hohes Interesse an Naturmedizin bei Patienten und Ärzten – ärztliche Weiterbildung bedarf aber noch der Optimierung</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><em>Aktuelle Studie belegt Popularität von Naturheilverfahren und Phytopharmaka, zeigt aber auch Defizite in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten</em></p>
<p>Naturheilverfahren genießen in Deutschland hohes Ansehen: Demzufolge besteht seitens der Ärzte ein hohes Interesse an Therapien mit Naturheilmitteln und auch die Nachfrage der Patienten nach klassischen Naturheilverfahren und pflanzlichen Arzneimitteln ist groß. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die jetzt vom Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) vorgestellt wurde.</p>
<p>Für die unter der Federführung von Professor Dr. Jürgen Wasem erstellte Studie haben Mitarbeiter des Instituts für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft der Universität Duisburg-Essen (IBES) 101 Ärztinnen und 284 Ärzte befragt. Unter den Befragten waren 248 Allgemeinmediziner, 72 Orthopäden und Unfallchirurgen und 65 Onkologen/Hämatologen, der überwiegende Teil (80,47%) von ihnen niedergelassen.</p>
<p>Ziel der vom Komitee Forschung Naturmedizin geförderten Studie war es, zu untersuchen, inwieweit das Wissen über Therapien mit Naturheilmitteln in der universitären und beruflichen Ausbildung der Ärzte vermittelt wird, wie viele Ärzte diese Therapien auch praktizieren und wie sie das Interesse ihrer Patienten an diesen Therapien einschätzen.</p>
<p>Die Ergebnisse der im angesehenen Fachjournal „Gesundheitsökonomie &amp; Qualitätsmanagement“ <em>(<a href="https://doi.org/10.1055/a-1308-2605" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1055/a-1308-2605</a>)</em> publizierten Studie sind eindeutig:</p>
<ul>
<li>Zwei von drei Ärzten halten Therapien mit Naturheilmitteln für wesentlich für die tägliche Versorgung ihrer Patienten.</li>
<li>Mehr als 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte bieten diese Therapien für ihre Patienten an.</li>
<li>Als besondere Vorteile der Behandlungen werden vor allem die geringen Nebenwirkungen genannt, gefolgt von der Unterstützung von Selbstheilungsprozessen und der ergänzenden Wirkung bei konventionellen Therapien.</li>
<li>65,2 Prozent der Befragten berichten über eine hohe Nachfrage der Patienten nach diesen Therapien.</li>
<li>74,3 Prozent der Ärztinnen und Ärzte geben an, dass ihre Patienten, wenn möglich, eine naturmedizinische Behandlung einer konventionellen Therapie vorziehen würden.</li>
</ul>
<p>Die positive Bewertung der naturmedizinischen Therapien wächst unverkennbar mit der beruflichen Erfahrung der Mediziner: Während Ärzte unter 30 Jahren den Therapien mit Naturheilmitteln nach eigenen Angaben neutral gegenüberzustehen, erfahren diese</p>
<p>Verfahren bei Ärzten der Altersgruppe 50 bis 59 Jahren die höchste Wertschätzung. Das ist umso bemerkenswerter, da diese Ärztegeneration während ihrer universitären Ausbildung noch keine Pflichtvorlesung auf dem Gebiet der Naturheilverfahren zu absolvieren hatte.</p>
<p>Das Autorenteam um Professor Dr. Jürgen Wasem förderte allerdings auch deutliche</p>
<p>Defizite in der Aus- und Weiterbildung der Ärzte zutage:</p>
<ul>
<li>Es besteht eine deutliche Inhomogenität in der ärztlichen Ausbildung. Die Anzahl der an den deutschen Universitäten angebotenen Wahlpflichtfächer variiert zwischen 1 und 6, mit einem arithmetischen Mittel von 1,95 Wahlpflichtkursen pro Universität. Am häufigsten gelehrt wird das Fach Phytotherapie.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren wird von den zuständigen Ärztekammern der Bundesländer vergeben. Die jeweiligen Voraussetzungen können allerdings voneinander abweichen.</li>
<li>Manchem Arzt sind zudem die Unterschiede zwischen den Begriffen „Zusatz-Weiterbildung“ und „Fortbildung“ nicht bewusst. Das führt nicht zuletzt zu Unklarheiten über die Abrechnungsmöglichkeiten für die Therapieverfahren bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die durch eine Zusatz-Weiterbildung erworben werden.</li>
</ul>
<p>Zur Optimierung der Versorgungsqualität mit naturmedizinischen Therapien empfehlen die Essener Wissenschaftler mit Nachdruck, die Wissensgrundlagen der Ärzte zu stärken. Sie befürworten eine Verdichtung der Lehrinhalte, eine damit einhergehende Verkürzung der Dauer der Zusatz-Weiterbildungen, sowie die Reduzierung derer Kosten. Diese Maßnahmen würden dazu führen, dass sich mehr Ärzte naturheilkundlich weiterbilden. Verbunden mit einer stimmigen und plausiblen Honorierung könnte so eine bessere Versorgungsqualität erreicht werden.</p>
<p>Wünschenswert wäre laut Studienautoren außerdem die flächendeckende Einrichtung von naturheilkundigen Lehrstühlen oder Instituten mit dem Ziel, die fachbezogene Forschung voranzutreiben und eine bundesweit vergleichbare und qualifizierte Lehre dieser Behandlungsmethoden sicherzustellen.</p>
<p><strong>Über das KFN </strong></p>
<p>Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Vereinsziel ist die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um so die wissenschaftliche Begründung naturmedizinischer Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieses Ziel wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen, verwirklicht.</p>
<p>KFN 1/2021 – Januar 2021</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p><em>Aktuelle Studie belegt Popularität von Naturheilverfahren und Phytopharmaka, zeigt aber auch Defizite in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten</em></p>
<p>Naturheilverfahren genießen in Deutschland hohes Ansehen: Demzufolge besteht seitens der Ärzte ein hohes Interesse an Therapien mit Naturheilmitteln und auch die Nachfrage der Patienten nach klassischen Naturheilverfahren und pflanzlichen Arzneimitteln ist groß. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die jetzt vom Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) vorgestellt wurde.</p>
<p>Für die unter der Federführung von Professor Dr. Jürgen Wasem erstellte Studie haben Mitarbeiter des Instituts für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft der Universität Duisburg-Essen (IBES) 101 Ärztinnen und 284 Ärzte befragt. Unter den Befragten waren 248 Allgemeinmediziner, 72 Orthopäden und Unfallchirurgen und 65 Onkologen/Hämatologen, der überwiegende Teil (80,47%) von ihnen niedergelassen.</p>
<p>Ziel der vom Komitee Forschung Naturmedizin geförderten Studie war es, zu untersuchen, inwieweit das Wissen über Therapien mit Naturheilmitteln in der universitären und beruflichen Ausbildung der Ärzte vermittelt wird, wie viele Ärzte diese Therapien auch praktizieren und wie sie das Interesse ihrer Patienten an diesen Therapien einschätzen.</p>
<p>Die Ergebnisse der im angesehenen Fachjournal „Gesundheitsökonomie &amp; Qualitätsmanagement“ <em>(<a href="https://doi.org/10.1055/a-1308-2605" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1055/a-1308-2605</a>)</em> publizierten Studie sind eindeutig:</p>
<ul>
<li>Zwei von drei Ärzten halten Therapien mit Naturheilmitteln für wesentlich für die tägliche Versorgung ihrer Patienten.</li>
<li>Mehr als 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte bieten diese Therapien für ihre Patienten an.</li>
<li>Als besondere Vorteile der Behandlungen werden vor allem die geringen Nebenwirkungen genannt, gefolgt von der Unterstützung von Selbstheilungsprozessen und der ergänzenden Wirkung bei konventionellen Therapien.</li>
<li>65,2 Prozent der Befragten berichten über eine hohe Nachfrage der Patienten nach diesen Therapien.</li>
<li>74,3 Prozent der Ärztinnen und Ärzte geben an, dass ihre Patienten, wenn möglich, eine naturmedizinische Behandlung einer konventionellen Therapie vorziehen würden.</li>
</ul>
<p>Die positive Bewertung der naturmedizinischen Therapien wächst unverkennbar mit der beruflichen Erfahrung der Mediziner: Während Ärzte unter 30 Jahren den Therapien mit Naturheilmitteln nach eigenen Angaben neutral gegenüberzustehen, erfahren diese</p>
<p>Verfahren bei Ärzten der Altersgruppe 50 bis 59 Jahren die höchste Wertschätzung. Das ist umso bemerkenswerter, da diese Ärztegeneration während ihrer universitären Ausbildung noch keine Pflichtvorlesung auf dem Gebiet der Naturheilverfahren zu absolvieren hatte.</p>
<p>Das Autorenteam um Professor Dr. Jürgen Wasem förderte allerdings auch deutliche</p>
<p>Defizite in der Aus- und Weiterbildung der Ärzte zutage:</p>
<ul>
<li>Es besteht eine deutliche Inhomogenität in der ärztlichen Ausbildung. Die Anzahl der an den deutschen Universitäten angebotenen Wahlpflichtfächer variiert zwischen 1 und 6, mit einem arithmetischen Mittel von 1,95 Wahlpflichtkursen pro Universität. Am häufigsten gelehrt wird das Fach Phytotherapie.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren wird von den zuständigen Ärztekammern der Bundesländer vergeben. Die jeweiligen Voraussetzungen können allerdings voneinander abweichen.</li>
<li>Manchem Arzt sind zudem die Unterschiede zwischen den Begriffen „Zusatz-Weiterbildung“ und „Fortbildung“ nicht bewusst. Das führt nicht zuletzt zu Unklarheiten über die Abrechnungsmöglichkeiten für die Therapieverfahren bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die durch eine Zusatz-Weiterbildung erworben werden.</li>
</ul>
<p>Zur Optimierung der Versorgungsqualität mit naturmedizinischen Therapien empfehlen die Essener Wissenschaftler mit Nachdruck, die Wissensgrundlagen der Ärzte zu stärken. Sie befürworten eine Verdichtung der Lehrinhalte, eine damit einhergehende Verkürzung der Dauer der Zusatz-Weiterbildungen, sowie die Reduzierung derer Kosten. Diese Maßnahmen würden dazu führen, dass sich mehr Ärzte naturheilkundlich weiterbilden. Verbunden mit einer stimmigen und plausiblen Honorierung könnte so eine bessere Versorgungsqualität erreicht werden.</p>
<p>Wünschenswert wäre laut Studienautoren außerdem die flächendeckende Einrichtung von naturheilkundigen Lehrstühlen oder Instituten mit dem Ziel, die fachbezogene Forschung voranzutreiben und eine bundesweit vergleichbare und qualifizierte Lehre dieser Behandlungsmethoden sicherzustellen.</p>
<p><strong>Über das KFN </strong></p>
<p>Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Vereinsziel ist die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um so die wissenschaftliche Begründung naturmedizinischer Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieses Ziel wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen, verwirklicht.</p>
<p>KFN 1/2021 – Januar 2021</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2021</category>
           <pubDate>Tue, 23 Mar 2021 11:27:25 +0100</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Arzneimittelsicherheit und Verbraucherschutz im Kontext von Relevanz und Risiko</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2019/805-arzneimittelsicherheit-und-verbraucherschutz-im-kontext-von-relevanz-und-risiko?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Arzneimittelsicherheit und Verbraucherschutz im Kontext von Relevanz und Risiko</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><strong>Hamburg, 16. Januar 2019 -</strong> In der heutigen Informationsflut fällt es mitunter schwer, (Alltags-)Risiken richtig einzuschätzen und zu bewerten. Dies gilt besonders dann, wenn es um das eigene Wohlergehen, bzw. die eigene Gesundheit geht. So führen z.B. Meldungen über verunreinigte Produkte pflanzlicher Herkunft häufig zu Irritationen bei Verbrauchern. Hier ist tatsächlich auch Vorsicht geboten, wenn z.B. Nahrungsergänzungsmittel aus unbekannten Quellen über das Internet bezogen werden.</p>
<p><strong>Höchste Sicherheitsstandards für pflanzliche Arzneimittel aus deutschen Apotheken</strong><br />Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka), die über deutsche Apotheken vertrieben werden, unterliegen dagegen umfangreichen Sicherheitsmechanismen. Neben hohen Hürden für den Marktzugang, z.B. in Form einer behördlichen Zulassung, müssen pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke strenge Qualitätsanforderungen erfüllen, die vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt reichen. Darüber hinaus erfolgt eine strikte und kontinuierliche Überwachung der auf dem Markt befindlichen Phytopharmaka sowie eine regelmäßige Anpassung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses an neue Erkenntnisse im Sinne eines Pharmakovigilanz-Systems, wie Prof. Dr. Robert Fürst, geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie, der Goethe-Universität Frankfurt, im Rahmen einer Pressekonferenz des KFN, am 16.01.2019 in Hamburg, erläutert.</p>
<p><strong>Pyrrolizidinalkaloide in Johanniskraut-Präparaten – ein Risiko?</strong><br />Aber auch im Falle von pflanzlichen Arzneimitteln aus der Apotheke, kommt es gelegentlich zu Meldungen, die Patienten und Verbraucher verunsichern. Beispielhaft seien an dieser Stelle Johanniskraut-Präparate genannt, die mit sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) verunreinigt sein können. Aktuelle Forschungsergebnisse einer Arbeitsgruppe unter der Federführung von Prof. Dr. Michael Koller, Leiter des Zentrums für Klinische Studien (ZKS) an der Universität Regensburg, schaffen hier Klarheit: Demzufolge ist ein durch Pyrrolizidinalkaloide bedingtes Risiko bei Johanniskraut-Arzneimitteln nicht zu befürchten, wie Prof. Koller im Rahmen der Pressekonferenz, anhand neuer Darstellungsformen für die medizinisch-pharmazeutische Risikobetrachtung, überzeugend darlegt.</p>
<p><strong>Die richtige Abgrenzung von Risiko und Relevanz</strong><br />Dr. Niklas Keller, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Simply Rational GmbH, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines grundlegenden Verständnisses des Risikobegriffes von Patienten und Verbrauchern. So empfiehlt es sich bei Meldungen zu relativen Risikosteigerungen oder -reduktionen immer einen Blick auf die zugrundeliegenden absoluten Zahlen zu werfen und immer dann, wenn Prozentangaben gemacht werden, die Frage zu stellen „Prozent von was?“. Erst so lässt sich die tatsächliche Relevanz eines vermeintlichen Risikos richtig einordnen.</p>
<p><strong>Über das KFN</strong><br />Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Vereinsziel ist die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um so die wissenschaftliche Begründung naturmedizinischer Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieses Ziel wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen, verwirklicht.</p>
<p>KFN 1/2019</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p><strong>Hamburg, 16. Januar 2019 -</strong> In der heutigen Informationsflut fällt es mitunter schwer, (Alltags-)Risiken richtig einzuschätzen und zu bewerten. Dies gilt besonders dann, wenn es um das eigene Wohlergehen, bzw. die eigene Gesundheit geht. So führen z.B. Meldungen über verunreinigte Produkte pflanzlicher Herkunft häufig zu Irritationen bei Verbrauchern. Hier ist tatsächlich auch Vorsicht geboten, wenn z.B. Nahrungsergänzungsmittel aus unbekannten Quellen über das Internet bezogen werden.</p>
<p><strong>Höchste Sicherheitsstandards für pflanzliche Arzneimittel aus deutschen Apotheken</strong><br />Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka), die über deutsche Apotheken vertrieben werden, unterliegen dagegen umfangreichen Sicherheitsmechanismen. Neben hohen Hürden für den Marktzugang, z.B. in Form einer behördlichen Zulassung, müssen pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke strenge Qualitätsanforderungen erfüllen, die vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt reichen. Darüber hinaus erfolgt eine strikte und kontinuierliche Überwachung der auf dem Markt befindlichen Phytopharmaka sowie eine regelmäßige Anpassung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses an neue Erkenntnisse im Sinne eines Pharmakovigilanz-Systems, wie Prof. Dr. Robert Fürst, geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie, der Goethe-Universität Frankfurt, im Rahmen einer Pressekonferenz des KFN, am 16.01.2019 in Hamburg, erläutert.</p>
<p><strong>Pyrrolizidinalkaloide in Johanniskraut-Präparaten – ein Risiko?</strong><br />Aber auch im Falle von pflanzlichen Arzneimitteln aus der Apotheke, kommt es gelegentlich zu Meldungen, die Patienten und Verbraucher verunsichern. Beispielhaft seien an dieser Stelle Johanniskraut-Präparate genannt, die mit sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) verunreinigt sein können. Aktuelle Forschungsergebnisse einer Arbeitsgruppe unter der Federführung von Prof. Dr. Michael Koller, Leiter des Zentrums für Klinische Studien (ZKS) an der Universität Regensburg, schaffen hier Klarheit: Demzufolge ist ein durch Pyrrolizidinalkaloide bedingtes Risiko bei Johanniskraut-Arzneimitteln nicht zu befürchten, wie Prof. Koller im Rahmen der Pressekonferenz, anhand neuer Darstellungsformen für die medizinisch-pharmazeutische Risikobetrachtung, überzeugend darlegt.</p>
<p><strong>Die richtige Abgrenzung von Risiko und Relevanz</strong><br />Dr. Niklas Keller, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Simply Rational GmbH, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines grundlegenden Verständnisses des Risikobegriffes von Patienten und Verbrauchern. So empfiehlt es sich bei Meldungen zu relativen Risikosteigerungen oder -reduktionen immer einen Blick auf die zugrundeliegenden absoluten Zahlen zu werfen und immer dann, wenn Prozentangaben gemacht werden, die Frage zu stellen „Prozent von was?“. Erst so lässt sich die tatsächliche Relevanz eines vermeintlichen Risikos richtig einordnen.</p>
<p><strong>Über das KFN</strong><br />Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2001 wurde ihm die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Vereinsziel ist die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, um so die wissenschaftliche Begründung naturmedizinischer Verfahren der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dieses Ziel wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen, verwirklicht.</p>
<p>KFN 1/2019</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2019</category>
           <pubDate>Thu, 17 Jan 2019 21:33:39 +0100</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Cannabis auf Rezept: Erstattungslotto erschwert Los schwerkranker Patienten</title>
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           <media:title type="plain">Cannabis auf Rezept: Erstattungslotto erschwert Los schwerkranker Patienten</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><strong>Schmerzmediziner fordern Umdenken im Patientensinne</strong></p>
<p><strong>München, 24. Juli 2018 –</strong> Für viele schwerkranke Patienten bedeutet Medizinalcannabis eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Jedoch hakt es in Deutschland bei der Kostenerstattung seitens der Kassen. Was das für die Patienten bedeutet, berichteten heute zwei Schmerzmediziner bei der Pressekonferenz des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) im PresseClub München. „Jeder dritte Antrag auf Kostenübernahme wird derzeit von den Kassen abgelehnt. Viele Ärzte und Patienten sind verunsichert und hoffen auf eine sich verbessernde Genehmigungssituation“, bringt es KFN-Generalsekretär Dr. Jens Emmer auf den Punkt. Über ein Jahr nach der Gesetzesnovellierung seien noch viele Fragen offen. Das bürokratische Erstattungsverfahren erschwere nach wie vor die Nutzung dieser neuen Therapieoption. „Gleichwohl lassen sich viele Ärzte hierzulande davon nicht abhalten und verordnen immer häufiger ihren Patienten Cannabis-basierte Wirkstoffe“, so Dr. Emmer weiter.</p>
<p><strong>Therapeutischer Mehrwert für Zehntausende</strong><br />Mehr als zehntausend Patienten haben seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im März 2017 bei ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit Hilfe ihrer Ärzte einen Antrag auf Kostenübernahme für eine Therapie mit Cannabis-basierten Wirkstoffen gestellt. Doch nur knapp zwei Drittel dieser Anträge wurden genehmigt, wobei dies regional sehr unterschiedlich ist und die Ablehnungsgründe für Ärzte und Patienten oft nicht nachvollziehbar sind. Ein Gefühl von Erstattungs-Lotterie stellt sich ein, obwohl der Gesetzgeber den Versicherungen eine Ablehnung ausdrücklich „nur in begründeten Ausnahmefällen“ zubilligt. „Häufig wird die Kostenübernahme zudem befristet, eine Praxis, die das Gesetz nicht vorsieht“, erläuterte Dr. Marc Seibolt, Facharzt in München für Anästhe-siologie, spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin, die Situation in der Praxis. Generell sei die hohe Ablehnungsquote nicht im Sinne der Patienten, hier müsse ein Umdenken stattfinden.</p>
<p><strong>Einsatz bei chronischen Schmerzen, MS und Krebserkrankungen </strong><br />Dies unterstrich auch Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, bei der Pressekonferenz. Die Indikationen, bei denen Cannabis-basierte Wirkstoffe erfolgversprechend eingesetzt werden können, sind breit gefächert. Von chronischen Schmerzen und Spastiken, zum Beispiel aufgrund einer Multiplen Sklerose, Querschnittslähmung oder Schlaganfall, über Appetitmangel oder Übelkeit und Erbrechen bei einer Krebserkrankung bis hin zu psychischen Folgen schwerer Erkrankungen wie Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit. „Gerade diese Wirkung auf verschiedene, Patienten mitunter stark belastende Symptome, macht diese Wirkstoffe so wertvoll für chronisch Kranke oder in der Palliativmedizin“, so Prof. Dr. Gottschling.</p>
<p><strong>Verordnungen: 75 Prozent Cannabinoide, 25 Prozent Blüten<br /></strong>Oft ist nur von „Cannabis“ die Rede und es bleibt unklar, was gemeint ist. Tatsächlich gibt es im Gegensatz zu den seit über einem Jahr in Deutschland verschreibungsfähigen Blüten auch gut definierte Cannabis-Wirkstoffe in üblichen Arzneiformen (z.B. Tropfen oder Kapseln). Dabei handelt es sich um die Wirkstoffe Dronabinol, Nabiximols oder Nabilon, die gut Dreiviertel der Verordnungen ausmachen. Es herrscht Konsens unter vielen medizinischen und pharmazeutischen Fachverbänden, dass die definierten und reproduzierbar dosierbaren, oralen Cannabinoide in der Therapie zu bevorzugen sind.</p>
<p><strong>Deutsches Cannabisgesetz noch holprig in der Praxis </strong><br />Mit der Gesetzesnovellierung im März 2017 verfolgte die Bundesregierung das Ziel, das therapeutische Potenzial der seit Jahrtausenden genutzten Heilpflanze Cannabis schwer kranken Menschen in Deutschland zugänglich zu machen. Dieses gute Ansinnen zeigt sich in der Praxis noch holprig. Viele Ärzte beschweren sich über den großen Aufwand, cannabisbasierte Wirkstoffe zu Lasten der Krankenkassen zu verschreiben. Etwa ein Drittel der Anträge wird abgelehnt und Patienten müssen ihre Therapie auch aus eigener Tasche zahlen. „Das ist nicht im Sinne der Politik. Die Bundesregierung hat eigens ein neues Gesetz beschlossen, um den schwerkranken Menschen zu helfen“, so. Dr. Emmer.</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p><strong>Schmerzmediziner fordern Umdenken im Patientensinne</strong></p>
<p><strong>München, 24. Juli 2018 –</strong> Für viele schwerkranke Patienten bedeutet Medizinalcannabis eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Jedoch hakt es in Deutschland bei der Kostenerstattung seitens der Kassen. Was das für die Patienten bedeutet, berichteten heute zwei Schmerzmediziner bei der Pressekonferenz des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) im PresseClub München. „Jeder dritte Antrag auf Kostenübernahme wird derzeit von den Kassen abgelehnt. Viele Ärzte und Patienten sind verunsichert und hoffen auf eine sich verbessernde Genehmigungssituation“, bringt es KFN-Generalsekretär Dr. Jens Emmer auf den Punkt. Über ein Jahr nach der Gesetzesnovellierung seien noch viele Fragen offen. Das bürokratische Erstattungsverfahren erschwere nach wie vor die Nutzung dieser neuen Therapieoption. „Gleichwohl lassen sich viele Ärzte hierzulande davon nicht abhalten und verordnen immer häufiger ihren Patienten Cannabis-basierte Wirkstoffe“, so Dr. Emmer weiter.</p>
<p><strong>Therapeutischer Mehrwert für Zehntausende</strong><br />Mehr als zehntausend Patienten haben seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im März 2017 bei ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit Hilfe ihrer Ärzte einen Antrag auf Kostenübernahme für eine Therapie mit Cannabis-basierten Wirkstoffen gestellt. Doch nur knapp zwei Drittel dieser Anträge wurden genehmigt, wobei dies regional sehr unterschiedlich ist und die Ablehnungsgründe für Ärzte und Patienten oft nicht nachvollziehbar sind. Ein Gefühl von Erstattungs-Lotterie stellt sich ein, obwohl der Gesetzgeber den Versicherungen eine Ablehnung ausdrücklich „nur in begründeten Ausnahmefällen“ zubilligt. „Häufig wird die Kostenübernahme zudem befristet, eine Praxis, die das Gesetz nicht vorsieht“, erläuterte Dr. Marc Seibolt, Facharzt in München für Anästhe-siologie, spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin, die Situation in der Praxis. Generell sei die hohe Ablehnungsquote nicht im Sinne der Patienten, hier müsse ein Umdenken stattfinden.</p>
<p><strong>Einsatz bei chronischen Schmerzen, MS und Krebserkrankungen </strong><br />Dies unterstrich auch Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, bei der Pressekonferenz. Die Indikationen, bei denen Cannabis-basierte Wirkstoffe erfolgversprechend eingesetzt werden können, sind breit gefächert. Von chronischen Schmerzen und Spastiken, zum Beispiel aufgrund einer Multiplen Sklerose, Querschnittslähmung oder Schlaganfall, über Appetitmangel oder Übelkeit und Erbrechen bei einer Krebserkrankung bis hin zu psychischen Folgen schwerer Erkrankungen wie Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit. „Gerade diese Wirkung auf verschiedene, Patienten mitunter stark belastende Symptome, macht diese Wirkstoffe so wertvoll für chronisch Kranke oder in der Palliativmedizin“, so Prof. Dr. Gottschling.</p>
<p><strong>Verordnungen: 75 Prozent Cannabinoide, 25 Prozent Blüten<br /></strong>Oft ist nur von „Cannabis“ die Rede und es bleibt unklar, was gemeint ist. Tatsächlich gibt es im Gegensatz zu den seit über einem Jahr in Deutschland verschreibungsfähigen Blüten auch gut definierte Cannabis-Wirkstoffe in üblichen Arzneiformen (z.B. Tropfen oder Kapseln). Dabei handelt es sich um die Wirkstoffe Dronabinol, Nabiximols oder Nabilon, die gut Dreiviertel der Verordnungen ausmachen. Es herrscht Konsens unter vielen medizinischen und pharmazeutischen Fachverbänden, dass die definierten und reproduzierbar dosierbaren, oralen Cannabinoide in der Therapie zu bevorzugen sind.</p>
<p><strong>Deutsches Cannabisgesetz noch holprig in der Praxis </strong><br />Mit der Gesetzesnovellierung im März 2017 verfolgte die Bundesregierung das Ziel, das therapeutische Potenzial der seit Jahrtausenden genutzten Heilpflanze Cannabis schwer kranken Menschen in Deutschland zugänglich zu machen. Dieses gute Ansinnen zeigt sich in der Praxis noch holprig. Viele Ärzte beschweren sich über den großen Aufwand, cannabisbasierte Wirkstoffe zu Lasten der Krankenkassen zu verschreiben. Etwa ein Drittel der Anträge wird abgelehnt und Patienten müssen ihre Therapie auch aus eigener Tasche zahlen. „Das ist nicht im Sinne der Politik. Die Bundesregierung hat eigens ein neues Gesetz beschlossen, um den schwerkranken Menschen zu helfen“, so. Dr. Emmer.</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2018</category>
           <pubDate>Tue, 24 Jul 2018 14:53:35 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Husten: Wirksamkeit von Efeu-Extrakt erneut bestätigt</title>
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           <media:title type="plain">Husten: Wirksamkeit von Efeu-Extrakt erneut bestätigt</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><strong>Husten gilt als einer der zehn häufigsten Anlässe für einen Besuch </strong><strong>beim Hausarzt und ist der Grund für 14 Prozent der Krankschreibungen und für 6,5 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland. Viele hustende Patienten erwarten, dass ihnen ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet und in jedem zweiten Fall tut er es dann auch. Eine unkomplizierte akute Bronchitis sollte aber nicht mit einem Antibiotikum behandelt werden, betont die „Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin“ DEGAM in ihrer aktuellen Husten-Leitlinie. Zumal es besser verträgliche pflanzliche Arzneimittel gibt, deren Wirksamkeit gut dokumentiert ist.</strong></p>
<p>Das bestätigte erneut eine aktuelle Studie, die kürzlich im international angesehenen Fachjournal „Pharmazie“ veröffentlicht wurde (<em>Schaefer A. et al. Pharmazie 71: 504–509 (2016) doi: 10.1691/ph.2016.6712</em>). Ziel der multizentrischen, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Studie war die Überprüfung der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie von akutem Husten mit dem Efeu-Spezial-Extrakt EA 575<sup>®</sup>.</p>
<p>An der Untersuchung beteiligten sich 181 erwachsene Husten-Patienten (Alter: 18 bis 75 Jahre) in fünf deutschen Arztpraxen (vier Hausarztpraxen und eine HNO-Praxis). Die Patienten nahmen sieben Tage lang dreimal täglich entweder das Hustenliquid EA 575<sup>® </sup>oder Placebo ein. Gemessen wurde der Schweregrad des Hustens anhand von standardisierten Scalen, die Beschwerden wie Häufigkeit der Hustenattacken, Schleimproduktion und Brustschmerzen einschließen. Die Verbesserung der Symptome wurde in fünf Visiten innerhalb von sieben Tagen, sowie eine Woche nach Beendigung der Therapie beurteilt.</p>
<p>Das Ergebnis war eindeutig: Die Behandlung mit dem Efeublätter-Extrakt war in allen Endpunkten signifikant stärker als unter Placebo. Dieser Unterschied konnte bereits 48 Stunden nach der ersten Einnahme des Medikaments nachgewiesen werden – ein Beweis für die schnell einsetzende Wirkung des pflanzlichen Präparats. Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Der Efeu-Extrakt EA 575<sup>®</sup> ermöglicht eine sehr gut verträgliche und wirksame Therapie des akuten Hustens bei Erwachsenen. Die Studie untermauere zudem Ergebnisse klinischer Untersuchungen, die bisher mit EA 575<sup>®</sup> bei mehr als 65.000 Patienten im Erwachsenen- und Kindesalter durchgeführt wurden.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="http://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></em></p>
<p style="text-align: left;">KFN 6/2016</p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2016-2/736-husten-wirksamkeit-von-efeu-extrakt-erneut-bestaetigt/file" />
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<p>Das bestätigte erneut eine aktuelle Studie, die kürzlich im international angesehenen Fachjournal „Pharmazie“ veröffentlicht wurde (<em>Schaefer A. et al. Pharmazie 71: 504–509 (2016) doi: 10.1691/ph.2016.6712</em>). Ziel der multizentrischen, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Studie war die Überprüfung der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie von akutem Husten mit dem Efeu-Spezial-Extrakt EA 575<sup>®</sup>.</p>
<p>An der Untersuchung beteiligten sich 181 erwachsene Husten-Patienten (Alter: 18 bis 75 Jahre) in fünf deutschen Arztpraxen (vier Hausarztpraxen und eine HNO-Praxis). Die Patienten nahmen sieben Tage lang dreimal täglich entweder das Hustenliquid EA 575<sup>® </sup>oder Placebo ein. Gemessen wurde der Schweregrad des Hustens anhand von standardisierten Scalen, die Beschwerden wie Häufigkeit der Hustenattacken, Schleimproduktion und Brustschmerzen einschließen. Die Verbesserung der Symptome wurde in fünf Visiten innerhalb von sieben Tagen, sowie eine Woche nach Beendigung der Therapie beurteilt.</p>
<p>Das Ergebnis war eindeutig: Die Behandlung mit dem Efeublätter-Extrakt war in allen Endpunkten signifikant stärker als unter Placebo. Dieser Unterschied konnte bereits 48 Stunden nach der ersten Einnahme des Medikaments nachgewiesen werden – ein Beweis für die schnell einsetzende Wirkung des pflanzlichen Präparats. Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Der Efeu-Extrakt EA 575<sup>®</sup> ermöglicht eine sehr gut verträgliche und wirksame Therapie des akuten Hustens bei Erwachsenen. Die Studie untermauere zudem Ergebnisse klinischer Untersuchungen, die bisher mit EA 575<sup>®</sup> bei mehr als 65.000 Patienten im Erwachsenen- und Kindesalter durchgeführt wurden.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="http://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></em></p>
<p style="text-align: left;">KFN 6/2016</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2016</category>
           <pubDate>Tue, 11 Oct 2016 10:07:58 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Kopfweh leitliniengerecht behandeln – mit Pfefferminzöl</title>
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           <media:title type="plain">Kopfweh leitliniengerecht behandeln – mit Pfefferminzöl</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><strong>In der Behandlung akuter Kopfschmerzen erweist sich die lokale Anwendung von Pfefferminzöl der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol ebenbürtig, berichten Forscher der Schmerzklinik Kiel. Das pflanzliche Medikament ist auch bereits in Leitlinien von Fachgesellschaften als Standardmedikation aufgenommen worden.</strong></p>
<p>Wissenschaftler unterscheiden zurzeit mindestens 367 Formen von Kopfschmerzen, referieren Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hartmut Göbel und seine Kollegen in einem CME-Beitrag zur zertifizierten Fortbildung im Fachjournal „Der Schmerz“ (Schmerz 2016; 30:295–310, DOI 10.1007/s00482-016-0109-6). Über 92 Prozent aller Kopfschmerzleiden seien dabei durch zwei Hauptkopfschmerztypen bedingt: den Kopfschmerz vom Spannungstyp und die Migräne. Laut weltweiten epidemiologischen Studien leiden im Erwachsenenalter 42 Prozent aller Menschen an Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Durch die Erkrankung kann ihr Leben schwer beeinträchtigt werden.</p>
<p>Synthetische Analgetika bieten zwar eine schnelle, aber kurzfristige Linderung der Beschwerden. Sollten sie jedoch häufig oder kontinuierlich eingenommen werden, drohen neben Gewöhnungseffekten und unerwünschten Nebenwirkungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Frequenzzunahme der Kopfschmerzepisoden und deren Intensität wird stärker, warnen die Kieler Forscher.</p>
<p>Die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung bietet eine verträgliche und sichere Alternative. Das Pfefferminzöl wirkt schnell, führt nicht zu medikamentenbedingten Kopfschmerzen, ist kostengünstig und zur Selbstmedikation geeignet.</p>
<p>Auf die Stirn- und Schläfenhaut aufgetragen stimuliert Pfefferminzöl die Kälte- und Druckrezeptoren, gleichzeitig entspannt sich die glatte Muskulatur und die Durchblutung wird gesteigert. Die therapeutische Wirksamkeit des pflanzlichen Arzneimittels wurde in zahlreichen kontrollierten klinischen Studien geprüft und erwies sich dabei Paracetamol und Acetylsalicylsäure sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit und Schnelligkeit des Wirkeintritts, als auch bezüglich der Reduktion der Schmerzintensität als ebenbürtig. Mittlerweile weist auch die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie auf die Wirksamkeit von Pfefferminzöl hin. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt, Pfefferminzöl während der Schwangerschaft den Vorzug zu geben und es bei Kindern einzusetzen. Die Praxisleitlinie „Primäre Kopfschmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin führt Pfefferminzöl als Mittel der ersten Wahl zur Akuttherapie bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp auf.</p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<p><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="http://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></em></p>
<p>KFN 5/2016</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p><strong>In der Behandlung akuter Kopfschmerzen erweist sich die lokale Anwendung von Pfefferminzöl der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol ebenbürtig, berichten Forscher der Schmerzklinik Kiel. Das pflanzliche Medikament ist auch bereits in Leitlinien von Fachgesellschaften als Standardmedikation aufgenommen worden.</strong></p>
<p>Wissenschaftler unterscheiden zurzeit mindestens 367 Formen von Kopfschmerzen, referieren Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hartmut Göbel und seine Kollegen in einem CME-Beitrag zur zertifizierten Fortbildung im Fachjournal „Der Schmerz“ (Schmerz 2016; 30:295–310, DOI 10.1007/s00482-016-0109-6). Über 92 Prozent aller Kopfschmerzleiden seien dabei durch zwei Hauptkopfschmerztypen bedingt: den Kopfschmerz vom Spannungstyp und die Migräne. Laut weltweiten epidemiologischen Studien leiden im Erwachsenenalter 42 Prozent aller Menschen an Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Durch die Erkrankung kann ihr Leben schwer beeinträchtigt werden.</p>
<p>Synthetische Analgetika bieten zwar eine schnelle, aber kurzfristige Linderung der Beschwerden. Sollten sie jedoch häufig oder kontinuierlich eingenommen werden, drohen neben Gewöhnungseffekten und unerwünschten Nebenwirkungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Frequenzzunahme der Kopfschmerzepisoden und deren Intensität wird stärker, warnen die Kieler Forscher.</p>
<p>Die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung bietet eine verträgliche und sichere Alternative. Das Pfefferminzöl wirkt schnell, führt nicht zu medikamentenbedingten Kopfschmerzen, ist kostengünstig und zur Selbstmedikation geeignet.</p>
<p>Auf die Stirn- und Schläfenhaut aufgetragen stimuliert Pfefferminzöl die Kälte- und Druckrezeptoren, gleichzeitig entspannt sich die glatte Muskulatur und die Durchblutung wird gesteigert. Die therapeutische Wirksamkeit des pflanzlichen Arzneimittels wurde in zahlreichen kontrollierten klinischen Studien geprüft und erwies sich dabei Paracetamol und Acetylsalicylsäure sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit und Schnelligkeit des Wirkeintritts, als auch bezüglich der Reduktion der Schmerzintensität als ebenbürtig. Mittlerweile weist auch die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie auf die Wirksamkeit von Pfefferminzöl hin. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt, Pfefferminzöl während der Schwangerschaft den Vorzug zu geben und es bei Kindern einzusetzen. Die Praxisleitlinie „Primäre Kopfschmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin führt Pfefferminzöl als Mittel der ersten Wahl zur Akuttherapie bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp auf.</p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<p><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="http://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></em></p>
<p>KFN 5/2016</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2016</category>
           <pubDate>Fri, 12 Aug 2016 18:39:05 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Botanicals: EU-Regelung längst überfällig</title>
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           <media:title type="plain">Botanicals: EU-Regelung längst überfällig</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p><strong>Disharmonisch präsentiert sich zurzeit in der EU nicht nur die große Politik, auch auf dem Markt der Produkte aus pflanzlichen Wirkstoffen herrscht keine Übereinstimmung: Die Regelungen einzelner Länder wiedersprechen sich sogar teilweise und bei der Umsetzung der bereits vor zehn Jahren erlassenen EU-Verordnung (EG) 1925/2006 zur Regelung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) wurden die sogenannten Botanicals, also Nahrungsergänzungsmittel aus pflanzlichen Zubereitungen, auf Eis gestellt.</strong></p>
<p>Der Markt pflanzlicher Arzneimittel ist in der EU bereits seit einer geraumen Zeit einheitlich reguliert. Anders sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus, die pflanzliche Bestandteile enthalten. Der Pharmazeut Prof. Dr. Harald G. Schweim, Bonn, und die Rechtsanwältin Janna K. Schweim, haben die in verschiedenen EU-Ländern geltenden Vorschriften analysiert und dabei erhebliche Widersprüche festgestellt.</p>
<p>In Deutschland hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 2013 eine Stoffliste erstellt, die rund 590 Einträge mit Aussagen zu Risiken von Pflanzen und Pflanzenteilen aufführt. Zehn dieser Pflanzen wurden vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) als bei der Herstellung von Lebensmitteln verboten eingestuft.</p>
<ul>
<li>In Belgien gibt es eine Verbotsliste von ca. 390 Gattungen und Spezies von Pflanzen und eine Positivliste mit 645 erlaubten Pflanzenspezies.</li>
<li>In Bulgarien gibt es eine Negativliste mit 120 Pflanzen, deren Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln verboten ist.</li>
<li>Dänemark listet fast 200 Pflanzen und Pilze in einer Positivliste auf.</li>
<li>In Frankreich gibt es eine Positivliste mit 548 zugelassenen Pflanzen.</li>
<li>In Italien existiert eine Positivliste von 1.182 Pflanzen.</li>
<li>Litauen hat 187 Bezeichnungen von Inhaltsstoffen pflanzlicher Herkunft in eine Negativliste aufgenommen.</li>
<li>In Spanien ist der Verkauf von 197 Pflanzen verboten oder eingeschränkt.</li>
<li>In Schweden werden 170 Pflanzen und Pflanzenteile für die Verwendung als Lebensmittel als ungeeignet angesehen.</li>
</ul>
<p>Ernüchterndes Fazit der im „Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ (<em>DOI 10.1007/s00003-016-1023-7</em>) veröffentlichten Studie: Die Einstufung der Risiken einzelner Pflanzen weicht in den Ländern der EU erheblich voneinander ab. Manche Pflanzen, die in einem Land auf der Verbotsliste stehen, finden sich in einem anderen Land sogar auf der Liste der empfohlenen Pflanzen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter </em><a href="http://www.kfn-ev.de"><em>www.kfn-ev.de</em></a></p>
<p>KFN 4/2016<em><br /></em></p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2016-2/714-botanicals-eu-regelung-laengst-ueberfaellig/file" />
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           <description><![CDATA[<p><strong>Disharmonisch präsentiert sich zurzeit in der EU nicht nur die große Politik, auch auf dem Markt der Produkte aus pflanzlichen Wirkstoffen herrscht keine Übereinstimmung: Die Regelungen einzelner Länder wiedersprechen sich sogar teilweise und bei der Umsetzung der bereits vor zehn Jahren erlassenen EU-Verordnung (EG) 1925/2006 zur Regelung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) wurden die sogenannten Botanicals, also Nahrungsergänzungsmittel aus pflanzlichen Zubereitungen, auf Eis gestellt.</strong></p>
<p>Der Markt pflanzlicher Arzneimittel ist in der EU bereits seit einer geraumen Zeit einheitlich reguliert. Anders sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus, die pflanzliche Bestandteile enthalten. Der Pharmazeut Prof. Dr. Harald G. Schweim, Bonn, und die Rechtsanwältin Janna K. Schweim, haben die in verschiedenen EU-Ländern geltenden Vorschriften analysiert und dabei erhebliche Widersprüche festgestellt.</p>
<p>In Deutschland hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 2013 eine Stoffliste erstellt, die rund 590 Einträge mit Aussagen zu Risiken von Pflanzen und Pflanzenteilen aufführt. Zehn dieser Pflanzen wurden vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) als bei der Herstellung von Lebensmitteln verboten eingestuft.</p>
<ul>
<li>In Belgien gibt es eine Verbotsliste von ca. 390 Gattungen und Spezies von Pflanzen und eine Positivliste mit 645 erlaubten Pflanzenspezies.</li>
<li>In Bulgarien gibt es eine Negativliste mit 120 Pflanzen, deren Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln verboten ist.</li>
<li>Dänemark listet fast 200 Pflanzen und Pilze in einer Positivliste auf.</li>
<li>In Frankreich gibt es eine Positivliste mit 548 zugelassenen Pflanzen.</li>
<li>In Italien existiert eine Positivliste von 1.182 Pflanzen.</li>
<li>Litauen hat 187 Bezeichnungen von Inhaltsstoffen pflanzlicher Herkunft in eine Negativliste aufgenommen.</li>
<li>In Spanien ist der Verkauf von 197 Pflanzen verboten oder eingeschränkt.</li>
<li>In Schweden werden 170 Pflanzen und Pflanzenteile für die Verwendung als Lebensmittel als ungeeignet angesehen.</li>
</ul>
<p>Ernüchterndes Fazit der im „Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ (<em>DOI 10.1007/s00003-016-1023-7</em>) veröffentlichten Studie: Die Einstufung der Risiken einzelner Pflanzen weicht in den Ländern der EU erheblich voneinander ab. Manche Pflanzen, die in einem Land auf der Verbotsliste stehen, finden sich in einem anderen Land sogar auf der Liste der empfohlenen Pflanzen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter </em><a href="http://www.kfn-ev.de"><em>www.kfn-ev.de</em></a></p>
<p>KFN 4/2016<em><br /></em></p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2016</category>
           <pubDate>Wed, 22 Jun 2016 19:39:02 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Neue Metaanalyse bestätigt günstige Therapie-Effekte von Ginkgo-Spezialextrakten bei Demenz</title>
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           <media:title type="plain">Neue Metaanalyse bestätigt günstige Therapie-Effekte von Ginkgo-Spezialextrakten bei Demenz</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Die Wirksamkeit des Ginkgo-Spezialextrakte EGb 761 ist bereits in Dutzenden Studien wissenschaftlich belegt. Die Daten einer aktuellen Metaanalyse präsentierte kürzlich der kanadische Alzheimer-Forscher Prof. Dr. Serge Gauthier aus Quebec im Fachjournal „Clinical Interventions in Aging“ (2014:9 2065–2077) sowie auf einer Tagung der „International Psychogeriatric Association“ IPA in Peking.</b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3973" class="text_asset_partial article_text">
<p>Als Grundlage der Analyse dienten die Daten von 2.625 Patienten aus sieben randomisierten, placebokontrollierten Doppelblind-Studien. Die Patienten litten entweder an einer Alzheimer-Demenz, einer zusätzlichen zerebrovaskulären Erkrankung oder an einer vaskulären Demenz und nahmen über einen Zeitraum von &nbsp;22 bis 52 Wochen den Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761 oder Placebo. Verglichen wurden die Bereiche Kognition, Aktivitäten des täglichen Lebens und der von den Untersuchern ermittelte klinische Gesamteindruck.</p>
<p><br />Die Auswertung der Daten ergab: Der Ginkgo-Spezialextrakt war in allen drei untersuchten Bereichen dem Scheinmedikament signifikant überlegen. Bei Patienten mit bereits vorhandenen neuropsychiatrischen Symptomen waren die Effekte besonders stark ausgeprägt.&nbsp;<br /><br />Man nimmt an, dass die positiven Effekte des Ginkgo-Extrakts auf eine Verminderung von Entzündungsprozessen im Gehirn zurückgehen. Darauf weist auch eine experimentelle Studie der Arbeitsgruppe des chinesischen Forschers Dr. Yang Liu hin, die ebenfalls auf der IPA-Tagung in Peking präsentiert wurde. Mäuse, die den Ginkgo-Spezialextrakt als Futterzusatz bekamen, zeigten geringere Entzündungsmarker und wiesen bessere Lernleistungen auf als Tiere ohne den Futterzusatz.<br /><br />Diese Effekte ließen sich schon nach zwei Monaten erkennen, deutlich ausgeprägt waren sie jedoch erst nach fünf Monaten. Eine Langzeittherapie mit dem Ginkgo-Spezialextrakt könnte daher auch bei Alzheimer-Patienten die Entzündungsaktivitäten im Gehirn hemmen und so das Fortschreiten der Krankheit bremsen, war die Schlussfolgerung der chinesischen Wissenschaftler (Quelle: Neurotransmitter 2015; 26, 1).&nbsp;<br /><br />Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="https://www.kfn-ev.de ">www.kfn-ev.de </a></p>
<p>KFN 2/2015</p>
</div>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Die Wirksamkeit des Ginkgo-Spezialextrakte EGb 761 ist bereits in Dutzenden Studien wissenschaftlich belegt. Die Daten einer aktuellen Metaanalyse präsentierte kürzlich der kanadische Alzheimer-Forscher Prof. Dr. Serge Gauthier aus Quebec im Fachjournal „Clinical Interventions in Aging“ (2014:9 2065–2077) sowie auf einer Tagung der „International Psychogeriatric Association“ IPA in Peking.</b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3973" class="text_asset_partial article_text">
<p>Als Grundlage der Analyse dienten die Daten von 2.625 Patienten aus sieben randomisierten, placebokontrollierten Doppelblind-Studien. Die Patienten litten entweder an einer Alzheimer-Demenz, einer zusätzlichen zerebrovaskulären Erkrankung oder an einer vaskulären Demenz und nahmen über einen Zeitraum von &nbsp;22 bis 52 Wochen den Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761 oder Placebo. Verglichen wurden die Bereiche Kognition, Aktivitäten des täglichen Lebens und der von den Untersuchern ermittelte klinische Gesamteindruck.</p>
<p><br />Die Auswertung der Daten ergab: Der Ginkgo-Spezialextrakt war in allen drei untersuchten Bereichen dem Scheinmedikament signifikant überlegen. Bei Patienten mit bereits vorhandenen neuropsychiatrischen Symptomen waren die Effekte besonders stark ausgeprägt.&nbsp;<br /><br />Man nimmt an, dass die positiven Effekte des Ginkgo-Extrakts auf eine Verminderung von Entzündungsprozessen im Gehirn zurückgehen. Darauf weist auch eine experimentelle Studie der Arbeitsgruppe des chinesischen Forschers Dr. Yang Liu hin, die ebenfalls auf der IPA-Tagung in Peking präsentiert wurde. Mäuse, die den Ginkgo-Spezialextrakt als Futterzusatz bekamen, zeigten geringere Entzündungsmarker und wiesen bessere Lernleistungen auf als Tiere ohne den Futterzusatz.<br /><br />Diese Effekte ließen sich schon nach zwei Monaten erkennen, deutlich ausgeprägt waren sie jedoch erst nach fünf Monaten. Eine Langzeittherapie mit dem Ginkgo-Spezialextrakt könnte daher auch bei Alzheimer-Patienten die Entzündungsaktivitäten im Gehirn hemmen und so das Fortschreiten der Krankheit bremsen, war die Schlussfolgerung der chinesischen Wissenschaftler (Quelle: Neurotransmitter 2015; 26, 1).&nbsp;<br /><br />Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="https://www.kfn-ev.de ">www.kfn-ev.de </a></p>
<p>KFN 2/2015</p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2015</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:06:25 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Zyklusstörungen: Keuschlamm-Extrakt effektiv und gut verträglich</title>
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           <media:title type="plain">Zyklusstörungen: Keuschlamm-Extrakt effektiv und gut verträglich</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Seit in einer großen Studie (WHI) die Risiken der Hormontherapie dokumentiert wurden, bevorzugen viele Frauen bei der Behandlung ihrer gynäkologischen Beschwerden pflanzliche Arzneimittel. Für Extrakte aus Keuschlamm (Vitex agnus castus) gibt es eine Reihe Untersuchungen, die ihre Wirksamkeit beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) belegen. Kürzlich hat eine Praxisstudie in 43 Schweizer Arztpraxen gezeigt, dass sich das Phytopharmakon im Alltag auch bei der Behandlung von Zyklusstörungen bewährt.</b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3977" class="text_asset_partial article_text">
<p>Etwa 20 Prozent aller Frauen leiden unter Zyklusstörungen, was vor allem bei der Erfüllung eines Schwangerschaftswunsches sehr erschwerend sein kann. An der Schweizer nichtinterventionellen Beochtungsstudie nahmen deshalb 211 Frauen mit Zyklusstörungen im Durchschnittsalter von 35,3 Jahren teil, von denen 53 zusätzlich über einen unerfüllten Kinderwunsch berichteten. Alle erhielten über drei aufeinanderfolgende Menstruationszyklen täglich 20 Milligramm des Keuschlamm-Extrakts Ze 440. Die ärztlichen Dokumentationen erfolgten zu Beginn der Behandlung und nach dem dritten Zyklus.</p>
<p>Der Anteil der Teilnehmerinnen, bei denen die Therapie mit dem pflanzlichen Arzneimittel zu einer Beschwerdefreiheit oder zu Verbesserung der Symptome geführt hat, lag zwischen 79 und 85 Prozent, berichteten die Autoren der Studie Eltbogen, Litschgi, Gasser, Flüeli, Nebel und Zahner (<i>J Gynäkol Endokrinol 2015; 25(2)</i>):</p>
<p>●&nbsp; Eine Polymenorrhö (zu häufige Blutungen) war bei 16 Prozent der Patientinnen vollständig abgeklungen und hatte sich bei 64 Prozent verbessert.</p>
<p>●&nbsp; Oligomenorrhö (zu seltene Blutungen) wurde bei 38 Prozent der Betroffenen erfolgreich behandelt und hatte sich bei 48 Prozent gebessert.</p>
<p>●&nbsp; Das Symptom einer ausbleibenden Regelblutung (Amenorrhö) klang bei 60 Prozent der Patientinnen vollständig ab und hat sich bei 25 Prozent gebessert.</p>
<p>●&nbsp; Bei Patientinnen, die vor Beginn der Studie über Zwischenblutungen, Ovulationsblutungen oder zu starken Blutungen (Hypermenorrhö) geklagt hatten, lagen die Anteile von Beschwerdefreiheit oder Verbesserungen in einer vergleichbaren Größenordnung.</p>
<p>Besonders bemerkenswert war aber die Tatsache, dass von den 53 Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch im Laufe der dreimonatigen Behandlung 12 (23 Prozent) schwanger wurden.</p>
<p><i>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="https://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></i></p>
<p>KFN 4/2015</p>
</div>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Seit in einer großen Studie (WHI) die Risiken der Hormontherapie dokumentiert wurden, bevorzugen viele Frauen bei der Behandlung ihrer gynäkologischen Beschwerden pflanzliche Arzneimittel. Für Extrakte aus Keuschlamm (Vitex agnus castus) gibt es eine Reihe Untersuchungen, die ihre Wirksamkeit beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) belegen. Kürzlich hat eine Praxisstudie in 43 Schweizer Arztpraxen gezeigt, dass sich das Phytopharmakon im Alltag auch bei der Behandlung von Zyklusstörungen bewährt.</b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3977" class="text_asset_partial article_text">
<p>Etwa 20 Prozent aller Frauen leiden unter Zyklusstörungen, was vor allem bei der Erfüllung eines Schwangerschaftswunsches sehr erschwerend sein kann. An der Schweizer nichtinterventionellen Beochtungsstudie nahmen deshalb 211 Frauen mit Zyklusstörungen im Durchschnittsalter von 35,3 Jahren teil, von denen 53 zusätzlich über einen unerfüllten Kinderwunsch berichteten. Alle erhielten über drei aufeinanderfolgende Menstruationszyklen täglich 20 Milligramm des Keuschlamm-Extrakts Ze 440. Die ärztlichen Dokumentationen erfolgten zu Beginn der Behandlung und nach dem dritten Zyklus.</p>
<p>Der Anteil der Teilnehmerinnen, bei denen die Therapie mit dem pflanzlichen Arzneimittel zu einer Beschwerdefreiheit oder zu Verbesserung der Symptome geführt hat, lag zwischen 79 und 85 Prozent, berichteten die Autoren der Studie Eltbogen, Litschgi, Gasser, Flüeli, Nebel und Zahner (<i>J Gynäkol Endokrinol 2015; 25(2)</i>):</p>
<p>●&nbsp; Eine Polymenorrhö (zu häufige Blutungen) war bei 16 Prozent der Patientinnen vollständig abgeklungen und hatte sich bei 64 Prozent verbessert.</p>
<p>●&nbsp; Oligomenorrhö (zu seltene Blutungen) wurde bei 38 Prozent der Betroffenen erfolgreich behandelt und hatte sich bei 48 Prozent gebessert.</p>
<p>●&nbsp; Das Symptom einer ausbleibenden Regelblutung (Amenorrhö) klang bei 60 Prozent der Patientinnen vollständig ab und hat sich bei 25 Prozent gebessert.</p>
<p>●&nbsp; Bei Patientinnen, die vor Beginn der Studie über Zwischenblutungen, Ovulationsblutungen oder zu starken Blutungen (Hypermenorrhö) geklagt hatten, lagen die Anteile von Beschwerdefreiheit oder Verbesserungen in einer vergleichbaren Größenordnung.</p>
<p>Besonders bemerkenswert war aber die Tatsache, dass von den 53 Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch im Laufe der dreimonatigen Behandlung 12 (23 Prozent) schwanger wurden.</p>
<p><i>Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter <a href="https://www.kfn-ev.de">www.kfn-ev.de</a></i></p>
<p>KFN 4/2015</p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2015</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:06:24 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Studie bestätigt - Bundesbürger schätzen Naturheilmittel</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2015-2/305-studie-bestaetigt-bundesbuerger-schaetzen-naturheilmittel-1?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Studie bestätigt - Bundesbürger schätzen Naturheilmittel</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Aus einer aktuellen Studie der Universität Duisburg-Essen geht die ungebrochen hohe Wertschätzung, die in Deutschland Naturheilmitteln entgegengebracht wird hervor. Der wichtigste Bezugsort der Naturheilmittel bleibt außerdem der repräsentativen Erhebung zufolge mit deutlichem Abstand die Apotheke. </b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3971" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Akzeptanz könnte nicht größer sein: Jedes dritte rezeptfreie Arzneimittel, das in Deutschlands Apotheken verkauft wird, gehört in die Gruppe der Naturheilmittel. Die Konsumenten haben dafür im Jahr 2012 rund 1,7 Milliarden Euro aus eigener Tasche ausgegeben. Die meisten von ihnen halten das auch für gut investiertes Geld: Sie schätzen an Naturheilmitteln vor allem deren gute Verträglichkeit und berichten auch über eigene gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit dieser Medikamente.<br /><br />86 Prozent der Befragten blicken bereits auf eigene Erfahrungen mit Naturheilmitteln zurück. An diese Patientengruppe (N = 863) richteten die Interviewer die Frage: „Warum haben Sie sich für Naturheilmittel entschieden?“ Die Antworten bestätigen die Ergebnisse früherer Erhebungen: Die Bevölkerung in Deutschland schätzt Naturheilmittel vor allem wegen ihrer guten Verträglichkeit (89 Prozent) und ihrer Wirksamkeit und Nützlichkeit (80 Prozent). Über gute Erfahrungen mit Naturheilmitteln berichten 84 von 100 Patienten.Für die unter der Federführung von Professor Dr. Jürgen Wasem erstellte Studie führte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest2 eine repräsentative Befragung der erwachsenen Bevölkerung durch. Befragt wurden 1.006 Personen in zehnminütigen computergestützten Telefoninterviews. An der Spitze der von den Befragten genannten Naturheilmittel standen mit 87 Prozent pflanzliche Arzneimittel. 96 Prozent beziehen sie eigener Aussage zufolge aus der Apotheke.<br /><br />Im zweiten Teil der Studie untersuchten die Forscher den volkswirtschaftlichen Stellenwert von Naturheilmitteln in Deutschland. Einer, wie sie meinten vorsichtigen Schätzung zufolge, kamen sie dabei auf über 3,3 Milliarden Euro pro Jahr. Die Hälfte davon (1,68 Milliarden Euro) sind Arzneimittel, die in den Apotheken umgesetzt wurden.&nbsp;<br />Auch die Zahl der Arbeitsplätze, die in Deutschland direkt oder indirekt vom Naturheilmittelmarkt abhängen, ist der Studie zufolge höher als allgemein angenommen: Die Studienautoren haben ermittelt, dass die Arbeitsplätze von insgesamt 103.064 Personen in irgendeiner Weise mit Naturheilmitteln zusammenhängen.&nbsp;<br /><br />Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter www.kfn-ev.de&nbsp;<br />KFN 1/2015 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2015-2/305-studie-bestaetigt-bundesbuerger-schaetzen-naturheilmittel-1/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial"><b>Aus einer aktuellen Studie der Universität Duisburg-Essen geht die ungebrochen hohe Wertschätzung, die in Deutschland Naturheilmitteln entgegengebracht wird hervor. Der wichtigste Bezugsort der Naturheilmittel bleibt außerdem der repräsentativen Erhebung zufolge mit deutlichem Abstand die Apotheke. </b></div>
<div>&nbsp;</div>
<div id="text_asset_3971" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Akzeptanz könnte nicht größer sein: Jedes dritte rezeptfreie Arzneimittel, das in Deutschlands Apotheken verkauft wird, gehört in die Gruppe der Naturheilmittel. Die Konsumenten haben dafür im Jahr 2012 rund 1,7 Milliarden Euro aus eigener Tasche ausgegeben. Die meisten von ihnen halten das auch für gut investiertes Geld: Sie schätzen an Naturheilmitteln vor allem deren gute Verträglichkeit und berichten auch über eigene gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit dieser Medikamente.<br /><br />86 Prozent der Befragten blicken bereits auf eigene Erfahrungen mit Naturheilmitteln zurück. An diese Patientengruppe (N = 863) richteten die Interviewer die Frage: „Warum haben Sie sich für Naturheilmittel entschieden?“ Die Antworten bestätigen die Ergebnisse früherer Erhebungen: Die Bevölkerung in Deutschland schätzt Naturheilmittel vor allem wegen ihrer guten Verträglichkeit (89 Prozent) und ihrer Wirksamkeit und Nützlichkeit (80 Prozent). Über gute Erfahrungen mit Naturheilmitteln berichten 84 von 100 Patienten.Für die unter der Federführung von Professor Dr. Jürgen Wasem erstellte Studie führte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest2 eine repräsentative Befragung der erwachsenen Bevölkerung durch. Befragt wurden 1.006 Personen in zehnminütigen computergestützten Telefoninterviews. An der Spitze der von den Befragten genannten Naturheilmittel standen mit 87 Prozent pflanzliche Arzneimittel. 96 Prozent beziehen sie eigener Aussage zufolge aus der Apotheke.<br /><br />Im zweiten Teil der Studie untersuchten die Forscher den volkswirtschaftlichen Stellenwert von Naturheilmitteln in Deutschland. Einer, wie sie meinten vorsichtigen Schätzung zufolge, kamen sie dabei auf über 3,3 Milliarden Euro pro Jahr. Die Hälfte davon (1,68 Milliarden Euro) sind Arzneimittel, die in den Apotheken umgesetzt wurden.&nbsp;<br />Auch die Zahl der Arbeitsplätze, die in Deutschland direkt oder indirekt vom Naturheilmittelmarkt abhängen, ist der Studie zufolge höher als allgemein angenommen: Die Studienautoren haben ermittelt, dass die Arbeitsplätze von insgesamt 103.064 Personen in irgendeiner Weise mit Naturheilmitteln zusammenhängen.&nbsp;<br /><br />Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter www.kfn-ev.de&nbsp;<br />KFN 1/2015 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2015</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:06:23 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Depressionen: Können Mittel aus Johanniskraut helfen?</title>
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           <media:title type="plain">Depressionen: Können Mittel aus Johanniskraut helfen?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Dieser Frage geht eine Patienteninformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach (http://www.gesundheitsinformation.de/depressionen-koennen-mittel-aus-johanniskraut-hypericum-helfen.483.385.de.html). Nachdem im Text als Quelle zwei Publikationen angeführt wurden, deren Autor bzw. Mitautor PD Dr. med. Klaus Linde ist (Knüppel L., Linde K. J Clin Psychiatry 2004; 65: 1470-1479 und Linde K. et al, Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 2.), baten wir ihn um ein Gespräch.</p>
</div>
<div id="text_asset_3682" class="text_asset_partial article_text">
<p>Zuerst möchten wir wissen: Können Mittel aus Johanniskraut bei Depressionen helfen?<br />Dr. Linde: Bestimmte Arzneimittel aus Johanniskraut können sicher bei Depressionen helfen. Dafür gibt es eine ganze Reihe methodisch sehr hochwertiger kontrollierter klinischer Studien. Problematisch wäre allerdings, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dies gelte für alle Johanniskraut-Präparate, also für die Klasse „Johanniskraut“ an sich.<br />Wie kann hier der Patient unterscheiden, wenn er daran denkt, sich ein Johanniskraut-Präparat zu kaufen? Hilft ihm die IQWiG-Information bei der Wahl weiter?<br />Dr. Linde: Nicht unbedingt. Der Grund dafür liegt einerseits im Grundsätzlichen, auf der anderen Seite ist er aber sicher auch die Folge spezifischer Probleme der IQWiG-Mitteilung. Man muss zwar einräumen, dass sich die IQWiG-Autoren schon damit auseinandergesetzt haben, dass es unterschiedliche Johanniskraut-Präparate gibt, die möglicherweise nicht alle dieselben Inhaltsstoffe haben und sich deshalb in ihrer Wirkung entsprechend unterscheiden. Auf der anderen Seite sind aber die Informationen, die IQWiG hierzu gibt, zu allgemein gehalten und zu wenig aufgeschlüsselt. Die Tatsache, dass Johanniskraut-Präparate – wie alle pflanzlichen Arzneimittel – ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten können, je nach Herstellungsprozess und Dosierung, müsste unbedingt beachtet werden. Das leistet aber die IQWiG-Information nicht.<br />Im Gegenteil. Im Vorspann heißt es sogar wörtlich „ Kann Johanniskraut Depressionen bei Erwachsenen tatsächlich wirklich wirksam lindern, und wie schneidet das Produkt im Vergleich zu Medikamenten ab?“ Verkürzt bedeutet es doch: Es gibt das Johanniskraut und im Vergleich dazu die Medikamente. Für ein Institut, das offiziell so hoch angesiedelt ist und für sich in Anspruch nimmt „unabhängig, objektiv und geprüft“ zu informieren, sind solche Formulierungen doch ausgesprochen blamabel ...<br />Dr. Linde: Ich muss gestehen, dass ich kein Fachmann für Patienteninformationen bin und deshalb nicht sagen kann, wie man die Aufgabe besser lösen könnte. Allerdings glaube ich, dass die Art, wie es IQWiG gemacht hat, sicher nicht optimal ist. Wobei ich die Johanniskraut-Information noch für weniger problematisch halte als das Merkblatt „Nahrungsergänzungsmittel und komplementärmedizinischen Präparate“. Allein durch die Bezeichnung „komplementäre Mittel“ wird hier unvermittelt ein neuer Begriff eingeführt, der zunächst eher Verwirrung schafft als Klarheit. Es wäre also wünschenswert und sicher auch sinnvoll, wenn IQWiG mit der Zeit eine effektivere Arbeitsstrategie entwickeln würde.<br />Wie könnte sie aussehen?<br />Dr. Linde: Das Institut müsste externe Experten aus Forschung und Praxis in ihre Arbeit mit einbeziehen, damit die Informationen, die dann herauskommen, sowohl für die Patienten nützlich und verständlich sind, als auch wissenschaftlich gut vertretbar. Es ist klar, dass der Absender IQWiG eine Institution ist, die sich höheren Anforderungen stellen muss, als andere Informationsquellen. Und selbstverständlich muss sie es auch zulassen, dass ihre Aussagen offen kritisiert werden, weil sie insgesamt höher gewichtet wird als andere.<br />Was halten Sie von den IQWiG-Aussagen in der Johanniskraut-Information zu schweren Depressionen?<br />Dr. Linde: Von der Evidenzlage her ist die Formulierung „für schwere Depressionen konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden“ nicht ganz zutreffend. Es ist so, dass die Daten insgesamt dafür sprechen, dass die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten bei ausgeprägteren Symptomen geringer zu sein scheint. Zu schweren Depressionen liegen nur wenige Studien vor; allerdings haben diese zum Teil eine Gleichwertigkeit mit synthetischen Antidepressiva gezeigt.<br />Hilft Interessierten die IQWiG-Information überhaupt, sich im Falle eines Verdachts auf eine Depression adäquat zu verhalten?<br />Dr. Linde: Was mir insgesamt in der Patienteninformation fehlt, ist die klare Aufforderung, wenn jemand depressive Symptomatik zeigt, sie vom Arzt abklären zu lassen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man den Patienten empfehlen soll, jede depressive Verstimmung, die mehr als nur leichte Symptome entwickelt, vom Arzt behandeln bzw. abklären zu lassen. Und der weiß dann hoffentlich, welche Johanniskraut-Präparate hochwertig sind und welche nicht.<br /><br />KFN 7/2008 – 16. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Dieser Frage geht eine Patienteninformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach (http://www.gesundheitsinformation.de/depressionen-koennen-mittel-aus-johanniskraut-hypericum-helfen.483.385.de.html). Nachdem im Text als Quelle zwei Publikationen angeführt wurden, deren Autor bzw. Mitautor PD Dr. med. Klaus Linde ist (Knüppel L., Linde K. J Clin Psychiatry 2004; 65: 1470-1479 und Linde K. et al, Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 2.), baten wir ihn um ein Gespräch.</p>
</div>
<div id="text_asset_3682" class="text_asset_partial article_text">
<p>Zuerst möchten wir wissen: Können Mittel aus Johanniskraut bei Depressionen helfen?<br />Dr. Linde: Bestimmte Arzneimittel aus Johanniskraut können sicher bei Depressionen helfen. Dafür gibt es eine ganze Reihe methodisch sehr hochwertiger kontrollierter klinischer Studien. Problematisch wäre allerdings, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dies gelte für alle Johanniskraut-Präparate, also für die Klasse „Johanniskraut“ an sich.<br />Wie kann hier der Patient unterscheiden, wenn er daran denkt, sich ein Johanniskraut-Präparat zu kaufen? Hilft ihm die IQWiG-Information bei der Wahl weiter?<br />Dr. Linde: Nicht unbedingt. Der Grund dafür liegt einerseits im Grundsätzlichen, auf der anderen Seite ist er aber sicher auch die Folge spezifischer Probleme der IQWiG-Mitteilung. Man muss zwar einräumen, dass sich die IQWiG-Autoren schon damit auseinandergesetzt haben, dass es unterschiedliche Johanniskraut-Präparate gibt, die möglicherweise nicht alle dieselben Inhaltsstoffe haben und sich deshalb in ihrer Wirkung entsprechend unterscheiden. Auf der anderen Seite sind aber die Informationen, die IQWiG hierzu gibt, zu allgemein gehalten und zu wenig aufgeschlüsselt. Die Tatsache, dass Johanniskraut-Präparate – wie alle pflanzlichen Arzneimittel – ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten können, je nach Herstellungsprozess und Dosierung, müsste unbedingt beachtet werden. Das leistet aber die IQWiG-Information nicht.<br />Im Gegenteil. Im Vorspann heißt es sogar wörtlich „ Kann Johanniskraut Depressionen bei Erwachsenen tatsächlich wirklich wirksam lindern, und wie schneidet das Produkt im Vergleich zu Medikamenten ab?“ Verkürzt bedeutet es doch: Es gibt das Johanniskraut und im Vergleich dazu die Medikamente. Für ein Institut, das offiziell so hoch angesiedelt ist und für sich in Anspruch nimmt „unabhängig, objektiv und geprüft“ zu informieren, sind solche Formulierungen doch ausgesprochen blamabel ...<br />Dr. Linde: Ich muss gestehen, dass ich kein Fachmann für Patienteninformationen bin und deshalb nicht sagen kann, wie man die Aufgabe besser lösen könnte. Allerdings glaube ich, dass die Art, wie es IQWiG gemacht hat, sicher nicht optimal ist. Wobei ich die Johanniskraut-Information noch für weniger problematisch halte als das Merkblatt „Nahrungsergänzungsmittel und komplementärmedizinischen Präparate“. Allein durch die Bezeichnung „komplementäre Mittel“ wird hier unvermittelt ein neuer Begriff eingeführt, der zunächst eher Verwirrung schafft als Klarheit. Es wäre also wünschenswert und sicher auch sinnvoll, wenn IQWiG mit der Zeit eine effektivere Arbeitsstrategie entwickeln würde.<br />Wie könnte sie aussehen?<br />Dr. Linde: Das Institut müsste externe Experten aus Forschung und Praxis in ihre Arbeit mit einbeziehen, damit die Informationen, die dann herauskommen, sowohl für die Patienten nützlich und verständlich sind, als auch wissenschaftlich gut vertretbar. Es ist klar, dass der Absender IQWiG eine Institution ist, die sich höheren Anforderungen stellen muss, als andere Informationsquellen. Und selbstverständlich muss sie es auch zulassen, dass ihre Aussagen offen kritisiert werden, weil sie insgesamt höher gewichtet wird als andere.<br />Was halten Sie von den IQWiG-Aussagen in der Johanniskraut-Information zu schweren Depressionen?<br />Dr. Linde: Von der Evidenzlage her ist die Formulierung „für schwere Depressionen konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden“ nicht ganz zutreffend. Es ist so, dass die Daten insgesamt dafür sprechen, dass die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten bei ausgeprägteren Symptomen geringer zu sein scheint. Zu schweren Depressionen liegen nur wenige Studien vor; allerdings haben diese zum Teil eine Gleichwertigkeit mit synthetischen Antidepressiva gezeigt.<br />Hilft Interessierten die IQWiG-Information überhaupt, sich im Falle eines Verdachts auf eine Depression adäquat zu verhalten?<br />Dr. Linde: Was mir insgesamt in der Patienteninformation fehlt, ist die klare Aufforderung, wenn jemand depressive Symptomatik zeigt, sie vom Arzt abklären zu lassen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man den Patienten empfehlen soll, jede depressive Verstimmung, die mehr als nur leichte Symptome entwickelt, vom Arzt behandeln bzw. abklären zu lassen. Und der weiß dann hoffentlich, welche Johanniskraut-Präparate hochwertig sind und welche nicht.<br /><br />KFN 7/2008 – 16. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:56 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Weißdorn verstärkt den Effekt der Bewegung bei Herzpatienten und verbessert deren Lebensqualität</title>
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           <media:title type="plain">Weißdorn verstärkt den Effekt der Bewegung bei Herzpatienten und verbessert deren Lebensqualität</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Es herrscht Mangel in Deutschland, beklagt das Robert-Koch-Institut – Mangel an Bewegung. Dabei wäre das von den Berliner Gesundheitsexperten empfohlene Pensum an Anstrengung gar nicht schwer zu erfüllen: An mindestens drei Tagen pro Woche sollte man eine halbe Stunde körperlich aktiv sein, dabei Puls und Atmung steigern und leicht ins Schwitzen kommen. Doch dieses Minimalprogramm erfüllen heute nur 13 Prozent aller Erwachsenen, sagt das Institut, bei Älteren rutscht die Quote sogar unter zehn Prozent!</p>
</div>
<div id="text_asset_3678" class="text_asset_partial article_text">
<p>Lebensalter angepasste körperliche Aktivität steigert die Lebensqualität und hat einen geradezu verjüngenden Effekt. Dreißig Minuten Bewegung täglich verbessern das Aussehen um fünf Jahre und verringern das biologische Alter sogar um zehn Jahre, stellte die Kardiologin Dr. med. Eva Westphal, Karlsruhe, in München fest. Mit Bewegung lasse sich die Erkrankungsrate und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten ähnlich ausgeprägt senken wie durch den Einsatz von Medikamenten.<br />Allerdings lässt sich – wie Studien zeigen – durch den Einsatz von Weißdorn der Effekt von Training noch zusätzlich steigern. In einer zusammen mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaften Karlsruhe durchgeführten Studie überprüfte Dr. Westphal kürzlich an 91 Patienten mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II die Wirkung von moderatem Walking-Training mit oder ohne zusätzliche Gabe des Crataegus-Spezialextrakts WS 1442. Dabei zeigte sich, dass</p>
<ul>
<li>sich positive Wirkungen des Trainings bereits nach acht Wochen bemerkbar machen,</li>
<li>nach 14 Wochen die Patienten, die Crataegus nahmen, eine signifikant größere Verbesserung erfuhren als nur Trainierte,</li>
<li>durch die Gabe das Phytopharmakons beim Training nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität spürbar steigt.</li>
</ul>
<p>Zu analogen Ergebnissen kam auch eine soeben veröffentlichte Metaanalyse der Cochrane Collaboration (Pittler, M. H. et al. The Cochrane Library 2008). Dabei wurden zehn randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien zur Wirksamkeit von Weißdorn-Spezialextrakten bei chronischer Herzinsuffizienz analysiert. Das Ergebnis bei insgesamt 855 Patienten mit Herzschwäche im Stadium NYHA I bis III war: Crataegus-Extrakte verbessern im Vergleich zu Placebo die Herzfunktion und die körperliche Belastbarkeit signifikant.<br /><br />KFN 11/2008 – 12.11.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/295-weissdorn-verstaerkt-den-effekt-der-bewegung-bei-herzpatienten-und-verbessert-deren-lebensqualitaet/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Es herrscht Mangel in Deutschland, beklagt das Robert-Koch-Institut – Mangel an Bewegung. Dabei wäre das von den Berliner Gesundheitsexperten empfohlene Pensum an Anstrengung gar nicht schwer zu erfüllen: An mindestens drei Tagen pro Woche sollte man eine halbe Stunde körperlich aktiv sein, dabei Puls und Atmung steigern und leicht ins Schwitzen kommen. Doch dieses Minimalprogramm erfüllen heute nur 13 Prozent aller Erwachsenen, sagt das Institut, bei Älteren rutscht die Quote sogar unter zehn Prozent!</p>
</div>
<div id="text_asset_3678" class="text_asset_partial article_text">
<p>Lebensalter angepasste körperliche Aktivität steigert die Lebensqualität und hat einen geradezu verjüngenden Effekt. Dreißig Minuten Bewegung täglich verbessern das Aussehen um fünf Jahre und verringern das biologische Alter sogar um zehn Jahre, stellte die Kardiologin Dr. med. Eva Westphal, Karlsruhe, in München fest. Mit Bewegung lasse sich die Erkrankungsrate und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten ähnlich ausgeprägt senken wie durch den Einsatz von Medikamenten.<br />Allerdings lässt sich – wie Studien zeigen – durch den Einsatz von Weißdorn der Effekt von Training noch zusätzlich steigern. In einer zusammen mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaften Karlsruhe durchgeführten Studie überprüfte Dr. Westphal kürzlich an 91 Patienten mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II die Wirkung von moderatem Walking-Training mit oder ohne zusätzliche Gabe des Crataegus-Spezialextrakts WS 1442. Dabei zeigte sich, dass</p>
<ul>
<li>sich positive Wirkungen des Trainings bereits nach acht Wochen bemerkbar machen,</li>
<li>nach 14 Wochen die Patienten, die Crataegus nahmen, eine signifikant größere Verbesserung erfuhren als nur Trainierte,</li>
<li>durch die Gabe das Phytopharmakons beim Training nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität spürbar steigt.</li>
</ul>
<p>Zu analogen Ergebnissen kam auch eine soeben veröffentlichte Metaanalyse der Cochrane Collaboration (Pittler, M. H. et al. The Cochrane Library 2008). Dabei wurden zehn randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien zur Wirksamkeit von Weißdorn-Spezialextrakten bei chronischer Herzinsuffizienz analysiert. Das Ergebnis bei insgesamt 855 Patienten mit Herzschwäche im Stadium NYHA I bis III war: Crataegus-Extrakte verbessern im Vergleich zu Placebo die Herzfunktion und die körperliche Belastbarkeit signifikant.<br /><br />KFN 11/2008 – 12.11.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:54 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Tee mit Ginkgo keine gute Alternative zu geprüften Fertigarzneien</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/294-tee-mit-ginkgo-keine-gute-alternative-zu-geprueften-fertigarzneien?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Tee mit Ginkgo keine gute Alternative zu geprüften Fertigarzneien</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Ginkgo biloba gilt als die Arzneipflanze für Gedächtnis, Konzentration und mentale Gesundheit. Extrakte aus Ginkgo-Blättern zählen zu den wissenschaftlich am gründlichsten untersuchten Phytopharmaka und haben sich bei der Behandlung von hirnorganisch bedingten kognitiven Leistungsstörungen als wirksam und sicher erwiesen. Bei den in letzter Zeit in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten zunehmend angebotenen Ginkgohaltigen Teemischungen ist das jedoch nicht der Fall. Es gibt keinerlei Wirkungsbeleg, im Gegenteil: Sie enthalten unzulässig hohe Mengen von unter Umständen gesundheitsschädlichen Ginkgolsäuren! Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3677" class="text_asset_partial article_text">
<p>Ginkgolsäuren können Allergien auslösend und Nervenzellen schädigen. Bei der Herstellung von Ginkgohaltigen Fertigarzneimitteln wird deshalb der zulässige Gehalt an Ginkgolsäuren auf einen winzigen Anteil von 5 ppm (parts per million) reduziert. Wer ein hochwertiges, standardisiertes Ginkgo-Medikament aus der Apotheke in der empfohlenen Dosierung einnimmt, kommt auf die unbedenkliche Menge von maximal 0,6 bis 1,2 Mikrogramm Ginkgolsäuren pro Tag.</p>
<p><br />Anders stellt sich die Situation für die Konsumenten von Ginkgohaltigen Teemischungen und Lebensmitteln dar, deren Hersteller an der Bekanntheit und Popularität von Ginkgo-Arzneimitteln zu partizipieren versuchen. Die im Eschborner Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker durchgeführte Analyse von neun verschiedenen Ginkgohaltigen Teeprodukten ergab eine zum Teil enorme Belastung mit den bedenklichen Ginkgolsäuren.</p>
<p><br />Meike Krzywon und ihre Kollegen ermittelten: „Die für Arzneimittel zulässige höchste Tagesdosis an Ginkgolsäuren von 1,2 Mikrogramm (entsprechend dem Grenzwert von 5 ppm) wurde im wässrigen Aufguss aller untersuchten Teeprodukte erheblich überschritten. Beim Genuss von nur einer Tasse solchen Tees nähme man das 40-Fache bis mehr als das 80-Fache der arzneilich zulässigen Ginkgolsäuren ein. Das bedeutet: „Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit, wie sie für Lebensmittel zu fordern ist, ist bei der Einnahme von solchen Mengen an Ginkgolsäuren nicht gegeben, dies erst recht nicht, wenn täglich mehrere Tassen Aufguss getrunken werden“.<br /><br />KFN 12/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/294-tee-mit-ginkgo-keine-gute-alternative-zu-geprueften-fertigarzneien/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Ginkgo biloba gilt als die Arzneipflanze für Gedächtnis, Konzentration und mentale Gesundheit. Extrakte aus Ginkgo-Blättern zählen zu den wissenschaftlich am gründlichsten untersuchten Phytopharmaka und haben sich bei der Behandlung von hirnorganisch bedingten kognitiven Leistungsstörungen als wirksam und sicher erwiesen. Bei den in letzter Zeit in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten zunehmend angebotenen Ginkgohaltigen Teemischungen ist das jedoch nicht der Fall. Es gibt keinerlei Wirkungsbeleg, im Gegenteil: Sie enthalten unzulässig hohe Mengen von unter Umständen gesundheitsschädlichen Ginkgolsäuren! Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3677" class="text_asset_partial article_text">
<p>Ginkgolsäuren können Allergien auslösend und Nervenzellen schädigen. Bei der Herstellung von Ginkgohaltigen Fertigarzneimitteln wird deshalb der zulässige Gehalt an Ginkgolsäuren auf einen winzigen Anteil von 5 ppm (parts per million) reduziert. Wer ein hochwertiges, standardisiertes Ginkgo-Medikament aus der Apotheke in der empfohlenen Dosierung einnimmt, kommt auf die unbedenkliche Menge von maximal 0,6 bis 1,2 Mikrogramm Ginkgolsäuren pro Tag.</p>
<p><br />Anders stellt sich die Situation für die Konsumenten von Ginkgohaltigen Teemischungen und Lebensmitteln dar, deren Hersteller an der Bekanntheit und Popularität von Ginkgo-Arzneimitteln zu partizipieren versuchen. Die im Eschborner Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker durchgeführte Analyse von neun verschiedenen Ginkgohaltigen Teeprodukten ergab eine zum Teil enorme Belastung mit den bedenklichen Ginkgolsäuren.</p>
<p><br />Meike Krzywon und ihre Kollegen ermittelten: „Die für Arzneimittel zulässige höchste Tagesdosis an Ginkgolsäuren von 1,2 Mikrogramm (entsprechend dem Grenzwert von 5 ppm) wurde im wässrigen Aufguss aller untersuchten Teeprodukte erheblich überschritten. Beim Genuss von nur einer Tasse solchen Tees nähme man das 40-Fache bis mehr als das 80-Fache der arzneilich zulässigen Ginkgolsäuren ein. Das bedeutet: „Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit, wie sie für Lebensmittel zu fordern ist, ist bei der Einnahme von solchen Mengen an Ginkgolsäuren nicht gegeben, dies erst recht nicht, wenn täglich mehrere Tassen Aufguss getrunken werden“.<br /><br />KFN 12/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:53 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Was hilft, wenn Kinder über Kopfweh klagen?</title>
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           <media:title type="plain">Was hilft, wenn Kinder über Kopfweh klagen?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Früher als typisches Leiden gestresster Erwachsener angesehen, ist Kopfweh inzwischen auch zu einer Kinderkrankheit geworden. Es tritt heute nicht nur häufiger auf, sondern plagt immer jüngere Patienten. Bereits im Vorschulalter leidet jedes fünfte Kind in Deutschland zumindest hin und wieder unter Kopfschmerzen, bis zum zwölften Geburtstag haben rund 90 Prozent der Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Die wichtigsten Auslöser sind Hektik, Zeitdruck, Familienstreit und vor allem zu langes Sitzen vor dem Computer oder Fernsehgerät.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3680" class="text_asset_partial article_text">
<p>Synthetische Analgetika gelten bei Kindern nicht nur wegen ihrer Toxizität als bedenklich: Bei den jungen Patienten treten auch Gewöhnungseffekte und Nebenwirkungen häufiger auf als bei Erwachsenen. Wichtiger sind deshalb nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Entspannungsübungen, ein geregelter Tagesablauf mit strikter Limitierung von Computerbildschirm und Fernsehen, ausreichend Schlaf und mehr Bewegung an der frischen Luft. Zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp bietet außerdem die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung eine verträgliche und sichere Alternative.</p>
<p><br />Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Arznei konnte in einer Studie mit 63 Kindern unter 13 Jahren nachdrücklich bestätigt werden. Die unter Spannungskopfschmerzen leidenden Kinder waren zwischen vier und 13 Jahren, am häufigsten betroffen war die Gruppe der Neun- bis Elfjährigen. Sie sollten das Minzöl-Präparat bei jeder auftretenden Kopfschmerzepisode auf Stirn und Schläfen auftragen. Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Rund 80 Prozent der kleinen Patienten bzw. deren Eltern und ein ebenso hoher Anteil der behandelnden Ärzte stuften die Wirkung der Pfefferminzöl-Therapie als „sehr gut“ oder „gut“ ein.</li>
<li>Die Verträglichkeit wurde von 90 Prozent der beteiligten Kinder, Eltern und Ärzten ebenfalls als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegenüber synthetischen Präparaten bietet das pflanzliche Kopfschmerzmittel aber noch weitere Vorteile: Die Kinder gewöhnen sich nicht an eine regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten und es besteht kein Risiko von Kopfschmerzen, die durch das Medikament ausgelöst werden.<br />Die Pfefferminzöl-Lösung ist als einziges „topisch“ (lokal) anzuwendendes pflanzliches Analgetikum zugelassen und für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verordnungs- und erstattungsfähig.<br /><br />KFN 9/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/291-was-hilft-wenn-kinder-ueber-kopfweh-klagen/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Früher als typisches Leiden gestresster Erwachsener angesehen, ist Kopfweh inzwischen auch zu einer Kinderkrankheit geworden. Es tritt heute nicht nur häufiger auf, sondern plagt immer jüngere Patienten. Bereits im Vorschulalter leidet jedes fünfte Kind in Deutschland zumindest hin und wieder unter Kopfschmerzen, bis zum zwölften Geburtstag haben rund 90 Prozent der Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Die wichtigsten Auslöser sind Hektik, Zeitdruck, Familienstreit und vor allem zu langes Sitzen vor dem Computer oder Fernsehgerät.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3680" class="text_asset_partial article_text">
<p>Synthetische Analgetika gelten bei Kindern nicht nur wegen ihrer Toxizität als bedenklich: Bei den jungen Patienten treten auch Gewöhnungseffekte und Nebenwirkungen häufiger auf als bei Erwachsenen. Wichtiger sind deshalb nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Entspannungsübungen, ein geregelter Tagesablauf mit strikter Limitierung von Computerbildschirm und Fernsehen, ausreichend Schlaf und mehr Bewegung an der frischen Luft. Zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp bietet außerdem die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung eine verträgliche und sichere Alternative.</p>
<p><br />Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Arznei konnte in einer Studie mit 63 Kindern unter 13 Jahren nachdrücklich bestätigt werden. Die unter Spannungskopfschmerzen leidenden Kinder waren zwischen vier und 13 Jahren, am häufigsten betroffen war die Gruppe der Neun- bis Elfjährigen. Sie sollten das Minzöl-Präparat bei jeder auftretenden Kopfschmerzepisode auf Stirn und Schläfen auftragen. Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Rund 80 Prozent der kleinen Patienten bzw. deren Eltern und ein ebenso hoher Anteil der behandelnden Ärzte stuften die Wirkung der Pfefferminzöl-Therapie als „sehr gut“ oder „gut“ ein.</li>
<li>Die Verträglichkeit wurde von 90 Prozent der beteiligten Kinder, Eltern und Ärzten ebenfalls als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegenüber synthetischen Präparaten bietet das pflanzliche Kopfschmerzmittel aber noch weitere Vorteile: Die Kinder gewöhnen sich nicht an eine regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten und es besteht kein Risiko von Kopfschmerzen, die durch das Medikament ausgelöst werden.<br />Die Pfefferminzöl-Lösung ist als einziges „topisch“ (lokal) anzuwendendes pflanzliches Analgetikum zugelassen und für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verordnungs- und erstattungsfähig.<br /><br />KFN 9/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Neu: Aktueller Wegweiser zur wissenschaftlich gesicherten Phytotherapie</title>
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           <media:title type="plain">Neu: Aktueller Wegweiser zur wissenschaftlich gesicherten Phytotherapie</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die Beliebtheit von Naturheilmitteln hat auch eine Schattenseite: Neben gut dokumentierten Präparaten werden immer mehr pflanzliche Dragees, Pillen oder Kapseln angeboten, deren Wirksamkeit keiner eigenen wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurde. Selbst Experten fällt es daher schwer, hier einen Überblick zu behalten. Orientierungshilfen wie das jetzt in einer gründlich aktualisierten und ergänzten Neuauflage erschienene „Kompendium Phytopharmaka“ sind deshalb gefragt.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3679" class="text_asset_partial article_text">
<p>Phytopharmaka können die gleichen Anforderungen auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen, die heute auf chemisch-synthetische Arzneimittel gestellt werden. Viele Menschen schreiben aber die Heilkraft eines pflanzlichen Mittels ausschließlich der dabei verwendeten Pflanze zu. Das ist falsch und der Wissensstand von gestern. Längst weiß man dagegen, dass nicht Johanniskraut, Kamille oder Weißdorn wirksam sind, sondern nur ganz bestimmte Zubereitungen aus diesen Pflanzen. Unterschiedliche Extrakte aus der gleichen Pflanze können sogar sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten – je nach Anbau, Ernte oder Herstellungsverfahren. Welche Kriterien hier jeweils eine Rolle spielen, steht im Einführungsteil des Kompendiums.</p>
<p><br />„Im Bereich der Phytotherapie sind in den vergangenen Jahrzehnten viele hundert randomisierte Studien durchgeführt worden“, stellt hier PD Dr. med. Klaus Linde, TU München fest. „Auch bei Anlage strenger EBM-Kriterien (Level 1 und 2) kann die Wirksamkeit vieler der in diesem Kompendium aufgeführten Phytopharmaka als belegt bzw. weitgehend belegt bezeichnet werden“.<br />Einen Überblick über pflanzliche Arzneimittel, die solchen Standards entsprechen, bietet der Präparateteil des „Kompendium Phytopharmaka“. Hier sind mehr als160 Arzneimittel aus 22 Heilpflanzen aufgelistet, deren pharmazeutische Qualität und therapeutische Wirksamkeit als gesichert und in eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen dokumentiert gilt.</p>
<p><br />Das „Kompendium Phytopharmaka“ ist im Buchhandel zum Preis von € 7,90 zu haben. Journalisten können mit beiliegendem Bestellbogen ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern.<br /><br />KFN 10/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/292-neu-aktueller-wegweiser-zur-wissenschaftlich-gesicherten-phytotherapie/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die Beliebtheit von Naturheilmitteln hat auch eine Schattenseite: Neben gut dokumentierten Präparaten werden immer mehr pflanzliche Dragees, Pillen oder Kapseln angeboten, deren Wirksamkeit keiner eigenen wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurde. Selbst Experten fällt es daher schwer, hier einen Überblick zu behalten. Orientierungshilfen wie das jetzt in einer gründlich aktualisierten und ergänzten Neuauflage erschienene „Kompendium Phytopharmaka“ sind deshalb gefragt.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3679" class="text_asset_partial article_text">
<p>Phytopharmaka können die gleichen Anforderungen auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen, die heute auf chemisch-synthetische Arzneimittel gestellt werden. Viele Menschen schreiben aber die Heilkraft eines pflanzlichen Mittels ausschließlich der dabei verwendeten Pflanze zu. Das ist falsch und der Wissensstand von gestern. Längst weiß man dagegen, dass nicht Johanniskraut, Kamille oder Weißdorn wirksam sind, sondern nur ganz bestimmte Zubereitungen aus diesen Pflanzen. Unterschiedliche Extrakte aus der gleichen Pflanze können sogar sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten – je nach Anbau, Ernte oder Herstellungsverfahren. Welche Kriterien hier jeweils eine Rolle spielen, steht im Einführungsteil des Kompendiums.</p>
<p><br />„Im Bereich der Phytotherapie sind in den vergangenen Jahrzehnten viele hundert randomisierte Studien durchgeführt worden“, stellt hier PD Dr. med. Klaus Linde, TU München fest. „Auch bei Anlage strenger EBM-Kriterien (Level 1 und 2) kann die Wirksamkeit vieler der in diesem Kompendium aufgeführten Phytopharmaka als belegt bzw. weitgehend belegt bezeichnet werden“.<br />Einen Überblick über pflanzliche Arzneimittel, die solchen Standards entsprechen, bietet der Präparateteil des „Kompendium Phytopharmaka“. Hier sind mehr als160 Arzneimittel aus 22 Heilpflanzen aufgelistet, deren pharmazeutische Qualität und therapeutische Wirksamkeit als gesichert und in eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen dokumentiert gilt.</p>
<p><br />Das „Kompendium Phytopharmaka“ ist im Buchhandel zum Preis von € 7,90 zu haben. Journalisten können mit beiliegendem Bestellbogen ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern.<br /><br />KFN 10/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Evidenzbasierte Bestätigung für die Phytotherapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/293-evidenzbasierte-bestaetigung-fuer-die-phytotherapie-funktioneller-magen-darm-beschwerden?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Evidenzbasierte Bestätigung für die Phytotherapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Etwa 25 Prozent der Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl und Krämpfen. Zur Behandlung dieser als „funktionelle Dyspepsie“ oder „Reizmagen“ bezeichneten Missempfindungen werden pflanzliche Arzneimittel mit zunehmendem Erfolg eingesetzt.</p>
</div>
<div id="text_asset_3681" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Ursachen von funktionellen Verdauungsbeschwerden sind vielfältig: Störungen der Magen- und Darmbeweglichkeit gehören ebenso dazu, wie eine Überempfindlichkeit, Entzündungsprozesse und eine überschießende Produktion von Magensäure. Mit synthetischen Medikamenten lassen sich nur einzelne Symptome beeinflussen: Der Arzt kann mit Monopräparaten die Produktion von Magensäure blocken, die Säure mit Antazida binden, mit so genannten Prokinetika die Bewegungen von Magen und Darm stimulieren oder mit krampflösenden Mitteln die Schmerzen lindern. Diese Therapien sind nicht nur teuer, sondern gehen oft auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher.<br />Dagegen entfaltet die pflanzliche Kombination aus Extrakten von Iberis amara (Bittere Schleifenblume) Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmel, Schöllkraut, Mariendistel, Melisse, Süßholz und Pfefferminze, auf alle diese Teilbereiche gleichzeitig ihre positive Wirkung, ohne jedoch ähnliche Nebenwirkungen auszulösen wie die synthetischen Monopräparate. Die Kombination zielt im Sinne einer Multi-Target-Therapie durch additive und synergistische Effekte der einzelnen pflanzlichen Wirkstoffe auf die verschiedenen Symptome.<br />Von einer Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Magdeburg wurde kürzlich ein klinische Studie durchgeführt und im angesehenen „American Journal of Gastroenterology“ publiziert (Am J Gastroenterol. 2007 Jun; 102(6):1268-75). Die Wissenschaftler um Dr. Ulrike von Arnim wiesen in der placebokontrollierten, doppelblinden Multicenterstudie an 315 Patienten nach, dass STW 5 die vielfältigen Magen-Darm-Beschwerden schon nach zwei Wochen zuverlässig bessert. Diese Studie veranlasste selbst das gegenüber Phytopharmaka besonders skeptisch eingestellte „American College of Gastroenterology“, in seinem Organ „Journal Nature/Clinical Practice“ (Nat Clin Pract Gastroenterol Hepatol. 2008 Mar;5(3):136-7) dazu, das pflanzliche Arzneimittel als „eine sichere und effektive therapeutische Option“ zur Behandlung von funktioneller Dyspepsie zu bezeichnen.<br /><br />KFN 8/2008 – 13.08.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/293-evidenzbasierte-bestaetigung-fuer-die-phytotherapie-funktioneller-magen-darm-beschwerden/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Etwa 25 Prozent der Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl und Krämpfen. Zur Behandlung dieser als „funktionelle Dyspepsie“ oder „Reizmagen“ bezeichneten Missempfindungen werden pflanzliche Arzneimittel mit zunehmendem Erfolg eingesetzt.</p>
</div>
<div id="text_asset_3681" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Ursachen von funktionellen Verdauungsbeschwerden sind vielfältig: Störungen der Magen- und Darmbeweglichkeit gehören ebenso dazu, wie eine Überempfindlichkeit, Entzündungsprozesse und eine überschießende Produktion von Magensäure. Mit synthetischen Medikamenten lassen sich nur einzelne Symptome beeinflussen: Der Arzt kann mit Monopräparaten die Produktion von Magensäure blocken, die Säure mit Antazida binden, mit so genannten Prokinetika die Bewegungen von Magen und Darm stimulieren oder mit krampflösenden Mitteln die Schmerzen lindern. Diese Therapien sind nicht nur teuer, sondern gehen oft auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher.<br />Dagegen entfaltet die pflanzliche Kombination aus Extrakten von Iberis amara (Bittere Schleifenblume) Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmel, Schöllkraut, Mariendistel, Melisse, Süßholz und Pfefferminze, auf alle diese Teilbereiche gleichzeitig ihre positive Wirkung, ohne jedoch ähnliche Nebenwirkungen auszulösen wie die synthetischen Monopräparate. Die Kombination zielt im Sinne einer Multi-Target-Therapie durch additive und synergistische Effekte der einzelnen pflanzlichen Wirkstoffe auf die verschiedenen Symptome.<br />Von einer Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Magdeburg wurde kürzlich ein klinische Studie durchgeführt und im angesehenen „American Journal of Gastroenterology“ publiziert (Am J Gastroenterol. 2007 Jun; 102(6):1268-75). Die Wissenschaftler um Dr. Ulrike von Arnim wiesen in der placebokontrollierten, doppelblinden Multicenterstudie an 315 Patienten nach, dass STW 5 die vielfältigen Magen-Darm-Beschwerden schon nach zwei Wochen zuverlässig bessert. Diese Studie veranlasste selbst das gegenüber Phytopharmaka besonders skeptisch eingestellte „American College of Gastroenterology“, in seinem Organ „Journal Nature/Clinical Practice“ (Nat Clin Pract Gastroenterol Hepatol. 2008 Mar;5(3):136-7) dazu, das pflanzliche Arzneimittel als „eine sichere und effektive therapeutische Option“ zur Behandlung von funktioneller Dyspepsie zu bezeichnen.<br /><br />KFN 8/2008 – 13.08.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Neue Medikamente: Wo liegt die Zukunft?</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/290-neue-medikamente-wo-liegt-die-zukunft?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Neue Medikamente: Wo liegt die Zukunft?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Die Bedeutung der Naturstoff-Forschung für die Entwicklung neuer Medikamente wächst: Jede zweite Innovation ist inzwischen entweder ein Naturstoffpräparat oder einem natürlichen Vorbild nachempfunden. Nur noch die Hälfte aller innovativen Arzneimittel der letzten beiden Jahre waren Synthetika. „Und Experten schätzen, dass in wenigen Jahren 75 Prozent der Innovationen bei pharmazeutischen Produkten aus der Schatzkammer der Natur kommen werden“, erklärte Professor Dr. Michael Popp, Vorsitzender des Komitee Forschung Naturmedizin KFN) in München.</p>
</div>
<div id="text_asset_3683" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die in letzter Zeit auffällig gestiegene Anzahl auch schwerwiegender Arzneimittelereignisse durch chemisch-synthetische Medikamente ist nur einer der Gründe für diese Entwicklung. Die derzeit in vielen Ländern zu beobachtende Rückbesinnung auf die Natur als „größte Apotheke der Welt“ wird von einer anderen Tatsache noch stärker bestimmt: Heute gibt es wissenschaftliche und technische Methoden zur Erforschung der Potenziale der Natur, die es möglich machen, die komplexen Systeme von Heilpflanzen erfolgreich zu entschlüsseln. „Wir verbinden das Beste, was der Mensch derzeit kann, mit dem Besten, was die Natur bietet“, meinte Professor Popp dazu. Das Ergebnis sind hochwertige Phytopharmaka mit zum Teil faszinierenden Wirkdimensionen.<br />Ein gutes Beispiel dafür bietet die Cannabis-Forschung. In der Zukunft könnten Extrakte aus Cannabis möglicherweise Patienten mit Multiplen Sklerose helfen. Die ersten klinischen test2s zeigten jedenfalls ermutigende Ergebnisse. „Unsere Londoner Arbeitsgruppe konnte in biochemisch-pharmakologischen Untersuchungen antientzündliche Wirkungen von pharmazeutischen Zubereitungsformen dieser Arzneipflanzen zeigen“, berichtete Professor Michael Heinrich von der University of London über seine EU geförderte Forschung. Das Beispiel Cannabis zeige aber auch, so Professor Heinrich weiter, das Potential der Entwicklung von Extrakten.<br />Um das Missbrauchsrisiko der Cannabis-Medikamente zu minimieren, wären Extrakte wünschenswert, die möglichst viel der wirksamen Stoffe enthalten, aber nur geringe Mengen der psychoaktiven Verbindungen. Zahlreiche Experimente belegen klar, wie unterschiedlich das Wirkstoffprofil einer Cannabis-Zubereitung ausfallen kann, wenn unterschiedliche Extraktionsmittel bzw. unterschiedliche Extraktionsverfahren verwendet werden (Politti et a. 2008, Phytochemistry 69: 562-570). Ein Phänomen übrigens, das nicht nur auf Cannabis zutrifft, sondern auf alle pflanzlichen Zubereitungen.<br /><br />KFN 6/2008 – 8. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Die Bedeutung der Naturstoff-Forschung für die Entwicklung neuer Medikamente wächst: Jede zweite Innovation ist inzwischen entweder ein Naturstoffpräparat oder einem natürlichen Vorbild nachempfunden. Nur noch die Hälfte aller innovativen Arzneimittel der letzten beiden Jahre waren Synthetika. „Und Experten schätzen, dass in wenigen Jahren 75 Prozent der Innovationen bei pharmazeutischen Produkten aus der Schatzkammer der Natur kommen werden“, erklärte Professor Dr. Michael Popp, Vorsitzender des Komitee Forschung Naturmedizin KFN) in München.</p>
</div>
<div id="text_asset_3683" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die in letzter Zeit auffällig gestiegene Anzahl auch schwerwiegender Arzneimittelereignisse durch chemisch-synthetische Medikamente ist nur einer der Gründe für diese Entwicklung. Die derzeit in vielen Ländern zu beobachtende Rückbesinnung auf die Natur als „größte Apotheke der Welt“ wird von einer anderen Tatsache noch stärker bestimmt: Heute gibt es wissenschaftliche und technische Methoden zur Erforschung der Potenziale der Natur, die es möglich machen, die komplexen Systeme von Heilpflanzen erfolgreich zu entschlüsseln. „Wir verbinden das Beste, was der Mensch derzeit kann, mit dem Besten, was die Natur bietet“, meinte Professor Popp dazu. Das Ergebnis sind hochwertige Phytopharmaka mit zum Teil faszinierenden Wirkdimensionen.<br />Ein gutes Beispiel dafür bietet die Cannabis-Forschung. In der Zukunft könnten Extrakte aus Cannabis möglicherweise Patienten mit Multiplen Sklerose helfen. Die ersten klinischen test2s zeigten jedenfalls ermutigende Ergebnisse. „Unsere Londoner Arbeitsgruppe konnte in biochemisch-pharmakologischen Untersuchungen antientzündliche Wirkungen von pharmazeutischen Zubereitungsformen dieser Arzneipflanzen zeigen“, berichtete Professor Michael Heinrich von der University of London über seine EU geförderte Forschung. Das Beispiel Cannabis zeige aber auch, so Professor Heinrich weiter, das Potential der Entwicklung von Extrakten.<br />Um das Missbrauchsrisiko der Cannabis-Medikamente zu minimieren, wären Extrakte wünschenswert, die möglichst viel der wirksamen Stoffe enthalten, aber nur geringe Mengen der psychoaktiven Verbindungen. Zahlreiche Experimente belegen klar, wie unterschiedlich das Wirkstoffprofil einer Cannabis-Zubereitung ausfallen kann, wenn unterschiedliche Extraktionsmittel bzw. unterschiedliche Extraktionsverfahren verwendet werden (Politti et a. 2008, Phytochemistry 69: 562-570). Ein Phänomen übrigens, das nicht nur auf Cannabis zutrifft, sondern auf alle pflanzlichen Zubereitungen.<br /><br />KFN 6/2008 – 8. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:48 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Vielfältige Beschwerden erfordern stets komplexe Therapieansätze</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/289-vielfaeltige-beschwerden-erfordern-stets-komplexe-therapieansaetze?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Vielfältige Beschwerden erfordern stets komplexe Therapieansätze</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Bis vor kurzem galt der Einsatz von Kombinationen, also Arzneimitteln mit mehreren Wirkstoffen, unter Pharmakologen als verpönt. Nur mit einem Monopräparat – war die gängige Schulmeinung – kann der Ort des Krankheitsgeschehens genau angepeilt und der Prozess dort gezielt beeinflusst werden. Inzwischen weiß man, dass viele Erkrankungen komplexe Ursachen haben und zu vielfältigen Beschwerden führen. In solchen Fällen erweist sich die Bevorzugung der Monotherapie als Irrtum. Gerade die aus vielen Wirkstoffen zusammengesetzten pflanzlichen Arzneimittel können bei solchen Erkrankungen die bessere Wahl darstellen.</p>
</div>
<div id="text_asset_3684" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach der langjährigen akademischen Lehrmeinung funktioniert medikamentöse Behandlung im Idealfall so, dass der applizierte Wirkstoff zielgenau an den Ort des krankhaften Geschehens (Target) gelangt, um dort die Prozesse in eine gewünschte Richtung zu steuern. Unter Laborbedingungen funktioniert es meist sehr gut, im medizinischen Alltag aber muss der Arzt oft Erkrankungen behandeln, die mit einer Vielfalt von Symptomen einhergehen, und zu deren Behandlung deshalb die Monotherapie nicht ausreicht. Typische Beispiele für derart komplexe Erkrankungen sind:</p>
<ul>
<li>Magen-Darm-Beschwerden</li>
<li>rheumatische Erkrankungen</li>
<li>Herz-Kreislauf-Probleme</li>
<li>Tumore</li>
</ul>
<p>Bei allen diesen Leiden wird heute die sogenannte Multitarget-Therapie praktiziert, also eine Kombinationstherapie, bei der mehrere Zielorte gleichzeitig anvisiert werden. Typisches Beispiel dafür ist die HIV-Therapie mit einer Kombination mehrerer Virostatika, deren Angriffsorte unterschiedlich sind.<br />Pflanzliche Medikamente enthalten, auch wenn sie aus einer Arzneipflanze hergestellt wurden, immer eine ganze Reihe verschiedener Stoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Gerade diesem Umstand verdanken viele Phytopharmaka auch ihre gute Verträglichkeit. Das gilt für pflanzliche Mehrfachkombinationen genauso, betont Professor Theo Dingermann, Frankfurt. Sie können ausgesprochen sinnvoll sein, wenn das Zusammenspiel ihrer Wirkstoffe ihre Wirksamkeit erhöht oder ihre Verträglichkeit verbessert. Ganz gleich aber, ob chemisch-synthetische oder pflanzliche Arzneimittel, ob Monopräparate oder Kombinationen, die Wirksamkeit jedes einzelnen Präparates muss stets in klinischen Studien belegten werden.<br /><br />KFN 5/2008 – 23. Juni 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/289-vielfaeltige-beschwerden-erfordern-stets-komplexe-therapieansaetze/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Bis vor kurzem galt der Einsatz von Kombinationen, also Arzneimitteln mit mehreren Wirkstoffen, unter Pharmakologen als verpönt. Nur mit einem Monopräparat – war die gängige Schulmeinung – kann der Ort des Krankheitsgeschehens genau angepeilt und der Prozess dort gezielt beeinflusst werden. Inzwischen weiß man, dass viele Erkrankungen komplexe Ursachen haben und zu vielfältigen Beschwerden führen. In solchen Fällen erweist sich die Bevorzugung der Monotherapie als Irrtum. Gerade die aus vielen Wirkstoffen zusammengesetzten pflanzlichen Arzneimittel können bei solchen Erkrankungen die bessere Wahl darstellen.</p>
</div>
<div id="text_asset_3684" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach der langjährigen akademischen Lehrmeinung funktioniert medikamentöse Behandlung im Idealfall so, dass der applizierte Wirkstoff zielgenau an den Ort des krankhaften Geschehens (Target) gelangt, um dort die Prozesse in eine gewünschte Richtung zu steuern. Unter Laborbedingungen funktioniert es meist sehr gut, im medizinischen Alltag aber muss der Arzt oft Erkrankungen behandeln, die mit einer Vielfalt von Symptomen einhergehen, und zu deren Behandlung deshalb die Monotherapie nicht ausreicht. Typische Beispiele für derart komplexe Erkrankungen sind:</p>
<ul>
<li>Magen-Darm-Beschwerden</li>
<li>rheumatische Erkrankungen</li>
<li>Herz-Kreislauf-Probleme</li>
<li>Tumore</li>
</ul>
<p>Bei allen diesen Leiden wird heute die sogenannte Multitarget-Therapie praktiziert, also eine Kombinationstherapie, bei der mehrere Zielorte gleichzeitig anvisiert werden. Typisches Beispiel dafür ist die HIV-Therapie mit einer Kombination mehrerer Virostatika, deren Angriffsorte unterschiedlich sind.<br />Pflanzliche Medikamente enthalten, auch wenn sie aus einer Arzneipflanze hergestellt wurden, immer eine ganze Reihe verschiedener Stoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Gerade diesem Umstand verdanken viele Phytopharmaka auch ihre gute Verträglichkeit. Das gilt für pflanzliche Mehrfachkombinationen genauso, betont Professor Theo Dingermann, Frankfurt. Sie können ausgesprochen sinnvoll sein, wenn das Zusammenspiel ihrer Wirkstoffe ihre Wirksamkeit erhöht oder ihre Verträglichkeit verbessert. Ganz gleich aber, ob chemisch-synthetische oder pflanzliche Arzneimittel, ob Monopräparate oder Kombinationen, die Wirksamkeit jedes einzelnen Präparates muss stets in klinischen Studien belegten werden.<br /><br />KFN 5/2008 – 23. Juni 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:47 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Johanniskraut bei Depressionen: Der Apotheker immer häufiger der erste Ansprechpartner</title>
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           <media:title type="plain">Johanniskraut bei Depressionen: Der Apotheker immer häufiger der erste Ansprechpartner</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Seit der Gesetzgeber die Erstattungsfähigkeit pflanzlicher Medikamente eingeschränkt hat und beim Arztbesuch Praxisgebühr verlangt wird, suchen Menschen mit Gesundheitsproblemen immer häufiger Rat in der noch frei zugänglichen Apotheke. Sind Apotheker aber tatsächlich in der Lage, auch tiefere Ursachen hinter einem Medikamentenwunsch zu erkennen und sie in ihrer Beratung angemessen zu berücksichtigen? Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Marion Schaefer an der Berliner Charité hat zur Klärung dieser Frage am Beispiel von Johanniskraut eine groß angelegte bundesweite Studie durchgeführt. Johanniskrautextrakte sind zur Zeit die einzigen rezeptfreien Antidepressiva, bei ihrer Abgabe kommt daher der Beratung durch den Apotheker eine wachsende Bedeutung zu.</p>
</div>
<div id="text_asset_3687" class="text_asset_partial article_text">
<p>Von den angeschriebenen 292 Apotheken haben sich 172 an der Studie beteiligt. Sie beantworteten unter anderem Fragen zum konkreten Anlass des Kundenkontakts und zum Beratungsaufwand. Zusätzlich zu den dabei erstellten 1.348 Dokumentationsbögen wurden 718 Fragebögen von Kunden ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse:</p>
<ul>
<li>Die Mehrzahl der Apothekenkunden hatte leichtere Probleme, mit ca. 40 Prozent lag jedoch der Anteil von Patienten mit ausgeprägten oder sehr ausgeprägten Symptomen einer Depression überraschend hoch. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Patienten mit behandlungsbedürftigen Beschwerden geht nicht zum Arzt.</li>
<li>Entsprechend hat auch nur ein Drittel der Patienten ein Rezept vorgelegt, zwei Drittel waren Selbstkäufer.</li>
<li>40 Prozent der Patienten waren Erstverwender, 30 Prozent nahmen Johanniskrautpräparate regelmäßig ein.</li>
<li>57 Prozent der Patienten berichteten, dass ihnen durch das Apothekenpersonal ein Beratungsgespräch angeboten wurde.</li>
<li>Etwa 60 Prozent der Patienten fühlten sich „sehr ausführlich“ oder „hinreichend“ beraten worden zu sein. 16 Prozent wünschten keine Beratung.</li>
<li>Die Apotheker beschrieben ihrerseits die Patienten mit psychischen Problemen als anspruchsvoll, fühlen sich dadurch jedoch nicht überfordert und hielten sich für Beratung für ausreichend kompetent.</li>
</ul>
<p>Bedenklich erscheint dagegen die Erkenntnis, dass nur 43 Prozent der Verwender von Johanniskrautpräparaten ihren Arzt über die Einnahme des Phytopharmakons informieren. Die Mehrzahl hält das nicht für notwendig oder verschweigt sogar bewusst die Einnahme.<br /><br />KFN 1/2008 – 29.01.08</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Seit der Gesetzgeber die Erstattungsfähigkeit pflanzlicher Medikamente eingeschränkt hat und beim Arztbesuch Praxisgebühr verlangt wird, suchen Menschen mit Gesundheitsproblemen immer häufiger Rat in der noch frei zugänglichen Apotheke. Sind Apotheker aber tatsächlich in der Lage, auch tiefere Ursachen hinter einem Medikamentenwunsch zu erkennen und sie in ihrer Beratung angemessen zu berücksichtigen? Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Marion Schaefer an der Berliner Charité hat zur Klärung dieser Frage am Beispiel von Johanniskraut eine groß angelegte bundesweite Studie durchgeführt. Johanniskrautextrakte sind zur Zeit die einzigen rezeptfreien Antidepressiva, bei ihrer Abgabe kommt daher der Beratung durch den Apotheker eine wachsende Bedeutung zu.</p>
</div>
<div id="text_asset_3687" class="text_asset_partial article_text">
<p>Von den angeschriebenen 292 Apotheken haben sich 172 an der Studie beteiligt. Sie beantworteten unter anderem Fragen zum konkreten Anlass des Kundenkontakts und zum Beratungsaufwand. Zusätzlich zu den dabei erstellten 1.348 Dokumentationsbögen wurden 718 Fragebögen von Kunden ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse:</p>
<ul>
<li>Die Mehrzahl der Apothekenkunden hatte leichtere Probleme, mit ca. 40 Prozent lag jedoch der Anteil von Patienten mit ausgeprägten oder sehr ausgeprägten Symptomen einer Depression überraschend hoch. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Patienten mit behandlungsbedürftigen Beschwerden geht nicht zum Arzt.</li>
<li>Entsprechend hat auch nur ein Drittel der Patienten ein Rezept vorgelegt, zwei Drittel waren Selbstkäufer.</li>
<li>40 Prozent der Patienten waren Erstverwender, 30 Prozent nahmen Johanniskrautpräparate regelmäßig ein.</li>
<li>57 Prozent der Patienten berichteten, dass ihnen durch das Apothekenpersonal ein Beratungsgespräch angeboten wurde.</li>
<li>Etwa 60 Prozent der Patienten fühlten sich „sehr ausführlich“ oder „hinreichend“ beraten worden zu sein. 16 Prozent wünschten keine Beratung.</li>
<li>Die Apotheker beschrieben ihrerseits die Patienten mit psychischen Problemen als anspruchsvoll, fühlen sich dadurch jedoch nicht überfordert und hielten sich für Beratung für ausreichend kompetent.</li>
</ul>
<p>Bedenklich erscheint dagegen die Erkenntnis, dass nur 43 Prozent der Verwender von Johanniskrautpräparaten ihren Arzt über die Einnahme des Phytopharmakons informieren. Die Mehrzahl hält das nicht für notwendig oder verschweigt sogar bewusst die Einnahme.<br /><br />KFN 1/2008 – 29.01.08</p>
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<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Johanniskrautextrakte: Eine sinnvolle Alternative zu synthetischen Antidepressiva</title>
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           <media:title type="plain">Johanniskrautextrakte: Eine sinnvolle Alternative zu synthetischen Antidepressiva</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die auch in Deutschland millionenfach verordneten Antidepressiva des Typs SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) sind in Verruf geraten. Vor einigen Wochen haben britische Wissenschaftler eine Übersichtsstudie über die Wirksamkeit derartiger synthetischer Antidepressiva publiziert und damit für eine riesige Aufregung in der Fachwelt gesorgt. Das Autorenteam um den Psychologen Irving Kirsch stellte fest, dass SSRI bei leichten bis schweren Depressionen gegenüber Placebo keine oder kaum bessere Wirkung zeigen. Sie wirken allenfalls bei schwersten Depressionen besser als Scheinmedikamente. Die Forscher empfahlen deshalb, bei leichten bis mittelschweren Depressionen auf andere Behandlungsmethoden zurückzugreifen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3685" class="text_asset_partial article_text">
<p>Eine gute Therapiemöglichkeit bei diesen Schweregraden bieten Johanniskrautpräparate, deren Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Untersuchungen belegt ist. Johanniskrautextrakte gelten als die am besten verträglichen nachweisbar wirksamen Mittel bei leichten und mittelschweren Depressionen. Eine Bestätigung für die präparatespezifische Wirksamkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel erbrachte eine Analyse von PD Dr. med. Klaus Linde, München, die er nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erarbeitete. Dabei wurden ausschließlich randomisierte und doppelblind kontrollierte Studien berücksichtigt, in denen Monopräparate aus Johanniskrautextrakten entweder mit Placebo oder einem chemischen Standardantidepressivum verglichen wurden. Als Resultat wurden neun, auf dem deutschen Markt verfügbare Johanniskraut-Präparate identifiziert, die in den Studien einen produktspezifischen Wirksamkeitsnachweis erbracht haben.</p>
<p><br />Leider haben die Gesundheitsreformen der letzten Jahre gerade im Falle des Antidepressivums Johanniskraut für ein verwirrendes Durcheinander gesorgt. Obwohl die Hypericumpräparate gerade gegen leichte und mittelschwere Depressionen am besten geeignet sind, dürfen sie nur bei mittelschweren Depressionen zu Lasten der GKV verordnet werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland fast sechs Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie müssen heute entweder auf die besser verträglichen Johanniskrautpräparate verzichten, oder ihre Medikamente selbst bezahlen. Eine Lösung, die auch den Krankenkassen – siehe oben – keine Vorteile bringt.<br /><br />KFN 3/2008 </p>
</div>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die auch in Deutschland millionenfach verordneten Antidepressiva des Typs SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) sind in Verruf geraten. Vor einigen Wochen haben britische Wissenschaftler eine Übersichtsstudie über die Wirksamkeit derartiger synthetischer Antidepressiva publiziert und damit für eine riesige Aufregung in der Fachwelt gesorgt. Das Autorenteam um den Psychologen Irving Kirsch stellte fest, dass SSRI bei leichten bis schweren Depressionen gegenüber Placebo keine oder kaum bessere Wirkung zeigen. Sie wirken allenfalls bei schwersten Depressionen besser als Scheinmedikamente. Die Forscher empfahlen deshalb, bei leichten bis mittelschweren Depressionen auf andere Behandlungsmethoden zurückzugreifen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3685" class="text_asset_partial article_text">
<p>Eine gute Therapiemöglichkeit bei diesen Schweregraden bieten Johanniskrautpräparate, deren Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Untersuchungen belegt ist. Johanniskrautextrakte gelten als die am besten verträglichen nachweisbar wirksamen Mittel bei leichten und mittelschweren Depressionen. Eine Bestätigung für die präparatespezifische Wirksamkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel erbrachte eine Analyse von PD Dr. med. Klaus Linde, München, die er nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erarbeitete. Dabei wurden ausschließlich randomisierte und doppelblind kontrollierte Studien berücksichtigt, in denen Monopräparate aus Johanniskrautextrakten entweder mit Placebo oder einem chemischen Standardantidepressivum verglichen wurden. Als Resultat wurden neun, auf dem deutschen Markt verfügbare Johanniskraut-Präparate identifiziert, die in den Studien einen produktspezifischen Wirksamkeitsnachweis erbracht haben.</p>
<p><br />Leider haben die Gesundheitsreformen der letzten Jahre gerade im Falle des Antidepressivums Johanniskraut für ein verwirrendes Durcheinander gesorgt. Obwohl die Hypericumpräparate gerade gegen leichte und mittelschwere Depressionen am besten geeignet sind, dürfen sie nur bei mittelschweren Depressionen zu Lasten der GKV verordnet werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland fast sechs Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie müssen heute entweder auf die besser verträglichen Johanniskrautpräparate verzichten, oder ihre Medikamente selbst bezahlen. Eine Lösung, die auch den Krankenkassen – siehe oben – keine Vorteile bringt.<br /><br />KFN 3/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
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