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       <title>2008 - Komitee Forschung Naturmedizin e. V.</title>
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              <item>
           <title>Depressionen: Können Mittel aus Johanniskraut helfen?</title>
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           <media:title type="plain">Depressionen: Können Mittel aus Johanniskraut helfen?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Dieser Frage geht eine Patienteninformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach (http://www.gesundheitsinformation.de/depressionen-koennen-mittel-aus-johanniskraut-hypericum-helfen.483.385.de.html). Nachdem im Text als Quelle zwei Publikationen angeführt wurden, deren Autor bzw. Mitautor PD Dr. med. Klaus Linde ist (Knüppel L., Linde K. J Clin Psychiatry 2004; 65: 1470-1479 und Linde K. et al, Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 2.), baten wir ihn um ein Gespräch.</p>
</div>
<div id="text_asset_3682" class="text_asset_partial article_text">
<p>Zuerst möchten wir wissen: Können Mittel aus Johanniskraut bei Depressionen helfen?<br />Dr. Linde: Bestimmte Arzneimittel aus Johanniskraut können sicher bei Depressionen helfen. Dafür gibt es eine ganze Reihe methodisch sehr hochwertiger kontrollierter klinischer Studien. Problematisch wäre allerdings, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dies gelte für alle Johanniskraut-Präparate, also für die Klasse „Johanniskraut“ an sich.<br />Wie kann hier der Patient unterscheiden, wenn er daran denkt, sich ein Johanniskraut-Präparat zu kaufen? Hilft ihm die IQWiG-Information bei der Wahl weiter?<br />Dr. Linde: Nicht unbedingt. Der Grund dafür liegt einerseits im Grundsätzlichen, auf der anderen Seite ist er aber sicher auch die Folge spezifischer Probleme der IQWiG-Mitteilung. Man muss zwar einräumen, dass sich die IQWiG-Autoren schon damit auseinandergesetzt haben, dass es unterschiedliche Johanniskraut-Präparate gibt, die möglicherweise nicht alle dieselben Inhaltsstoffe haben und sich deshalb in ihrer Wirkung entsprechend unterscheiden. Auf der anderen Seite sind aber die Informationen, die IQWiG hierzu gibt, zu allgemein gehalten und zu wenig aufgeschlüsselt. Die Tatsache, dass Johanniskraut-Präparate – wie alle pflanzlichen Arzneimittel – ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten können, je nach Herstellungsprozess und Dosierung, müsste unbedingt beachtet werden. Das leistet aber die IQWiG-Information nicht.<br />Im Gegenteil. Im Vorspann heißt es sogar wörtlich „ Kann Johanniskraut Depressionen bei Erwachsenen tatsächlich wirklich wirksam lindern, und wie schneidet das Produkt im Vergleich zu Medikamenten ab?“ Verkürzt bedeutet es doch: Es gibt das Johanniskraut und im Vergleich dazu die Medikamente. Für ein Institut, das offiziell so hoch angesiedelt ist und für sich in Anspruch nimmt „unabhängig, objektiv und geprüft“ zu informieren, sind solche Formulierungen doch ausgesprochen blamabel ...<br />Dr. Linde: Ich muss gestehen, dass ich kein Fachmann für Patienteninformationen bin und deshalb nicht sagen kann, wie man die Aufgabe besser lösen könnte. Allerdings glaube ich, dass die Art, wie es IQWiG gemacht hat, sicher nicht optimal ist. Wobei ich die Johanniskraut-Information noch für weniger problematisch halte als das Merkblatt „Nahrungsergänzungsmittel und komplementärmedizinischen Präparate“. Allein durch die Bezeichnung „komplementäre Mittel“ wird hier unvermittelt ein neuer Begriff eingeführt, der zunächst eher Verwirrung schafft als Klarheit. Es wäre also wünschenswert und sicher auch sinnvoll, wenn IQWiG mit der Zeit eine effektivere Arbeitsstrategie entwickeln würde.<br />Wie könnte sie aussehen?<br />Dr. Linde: Das Institut müsste externe Experten aus Forschung und Praxis in ihre Arbeit mit einbeziehen, damit die Informationen, die dann herauskommen, sowohl für die Patienten nützlich und verständlich sind, als auch wissenschaftlich gut vertretbar. Es ist klar, dass der Absender IQWiG eine Institution ist, die sich höheren Anforderungen stellen muss, als andere Informationsquellen. Und selbstverständlich muss sie es auch zulassen, dass ihre Aussagen offen kritisiert werden, weil sie insgesamt höher gewichtet wird als andere.<br />Was halten Sie von den IQWiG-Aussagen in der Johanniskraut-Information zu schweren Depressionen?<br />Dr. Linde: Von der Evidenzlage her ist die Formulierung „für schwere Depressionen konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden“ nicht ganz zutreffend. Es ist so, dass die Daten insgesamt dafür sprechen, dass die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten bei ausgeprägteren Symptomen geringer zu sein scheint. Zu schweren Depressionen liegen nur wenige Studien vor; allerdings haben diese zum Teil eine Gleichwertigkeit mit synthetischen Antidepressiva gezeigt.<br />Hilft Interessierten die IQWiG-Information überhaupt, sich im Falle eines Verdachts auf eine Depression adäquat zu verhalten?<br />Dr. Linde: Was mir insgesamt in der Patienteninformation fehlt, ist die klare Aufforderung, wenn jemand depressive Symptomatik zeigt, sie vom Arzt abklären zu lassen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man den Patienten empfehlen soll, jede depressive Verstimmung, die mehr als nur leichte Symptome entwickelt, vom Arzt behandeln bzw. abklären zu lassen. Und der weiß dann hoffentlich, welche Johanniskraut-Präparate hochwertig sind und welche nicht.<br /><br />KFN 7/2008 – 16. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Dieser Frage geht eine Patienteninformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach (http://www.gesundheitsinformation.de/depressionen-koennen-mittel-aus-johanniskraut-hypericum-helfen.483.385.de.html). Nachdem im Text als Quelle zwei Publikationen angeführt wurden, deren Autor bzw. Mitautor PD Dr. med. Klaus Linde ist (Knüppel L., Linde K. J Clin Psychiatry 2004; 65: 1470-1479 und Linde K. et al, Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 2.), baten wir ihn um ein Gespräch.</p>
</div>
<div id="text_asset_3682" class="text_asset_partial article_text">
<p>Zuerst möchten wir wissen: Können Mittel aus Johanniskraut bei Depressionen helfen?<br />Dr. Linde: Bestimmte Arzneimittel aus Johanniskraut können sicher bei Depressionen helfen. Dafür gibt es eine ganze Reihe methodisch sehr hochwertiger kontrollierter klinischer Studien. Problematisch wäre allerdings, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dies gelte für alle Johanniskraut-Präparate, also für die Klasse „Johanniskraut“ an sich.<br />Wie kann hier der Patient unterscheiden, wenn er daran denkt, sich ein Johanniskraut-Präparat zu kaufen? Hilft ihm die IQWiG-Information bei der Wahl weiter?<br />Dr. Linde: Nicht unbedingt. Der Grund dafür liegt einerseits im Grundsätzlichen, auf der anderen Seite ist er aber sicher auch die Folge spezifischer Probleme der IQWiG-Mitteilung. Man muss zwar einräumen, dass sich die IQWiG-Autoren schon damit auseinandergesetzt haben, dass es unterschiedliche Johanniskraut-Präparate gibt, die möglicherweise nicht alle dieselben Inhaltsstoffe haben und sich deshalb in ihrer Wirkung entsprechend unterscheiden. Auf der anderen Seite sind aber die Informationen, die IQWiG hierzu gibt, zu allgemein gehalten und zu wenig aufgeschlüsselt. Die Tatsache, dass Johanniskraut-Präparate – wie alle pflanzlichen Arzneimittel – ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten können, je nach Herstellungsprozess und Dosierung, müsste unbedingt beachtet werden. Das leistet aber die IQWiG-Information nicht.<br />Im Gegenteil. Im Vorspann heißt es sogar wörtlich „ Kann Johanniskraut Depressionen bei Erwachsenen tatsächlich wirklich wirksam lindern, und wie schneidet das Produkt im Vergleich zu Medikamenten ab?“ Verkürzt bedeutet es doch: Es gibt das Johanniskraut und im Vergleich dazu die Medikamente. Für ein Institut, das offiziell so hoch angesiedelt ist und für sich in Anspruch nimmt „unabhängig, objektiv und geprüft“ zu informieren, sind solche Formulierungen doch ausgesprochen blamabel ...<br />Dr. Linde: Ich muss gestehen, dass ich kein Fachmann für Patienteninformationen bin und deshalb nicht sagen kann, wie man die Aufgabe besser lösen könnte. Allerdings glaube ich, dass die Art, wie es IQWiG gemacht hat, sicher nicht optimal ist. Wobei ich die Johanniskraut-Information noch für weniger problematisch halte als das Merkblatt „Nahrungsergänzungsmittel und komplementärmedizinischen Präparate“. Allein durch die Bezeichnung „komplementäre Mittel“ wird hier unvermittelt ein neuer Begriff eingeführt, der zunächst eher Verwirrung schafft als Klarheit. Es wäre also wünschenswert und sicher auch sinnvoll, wenn IQWiG mit der Zeit eine effektivere Arbeitsstrategie entwickeln würde.<br />Wie könnte sie aussehen?<br />Dr. Linde: Das Institut müsste externe Experten aus Forschung und Praxis in ihre Arbeit mit einbeziehen, damit die Informationen, die dann herauskommen, sowohl für die Patienten nützlich und verständlich sind, als auch wissenschaftlich gut vertretbar. Es ist klar, dass der Absender IQWiG eine Institution ist, die sich höheren Anforderungen stellen muss, als andere Informationsquellen. Und selbstverständlich muss sie es auch zulassen, dass ihre Aussagen offen kritisiert werden, weil sie insgesamt höher gewichtet wird als andere.<br />Was halten Sie von den IQWiG-Aussagen in der Johanniskraut-Information zu schweren Depressionen?<br />Dr. Linde: Von der Evidenzlage her ist die Formulierung „für schwere Depressionen konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden“ nicht ganz zutreffend. Es ist so, dass die Daten insgesamt dafür sprechen, dass die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten bei ausgeprägteren Symptomen geringer zu sein scheint. Zu schweren Depressionen liegen nur wenige Studien vor; allerdings haben diese zum Teil eine Gleichwertigkeit mit synthetischen Antidepressiva gezeigt.<br />Hilft Interessierten die IQWiG-Information überhaupt, sich im Falle eines Verdachts auf eine Depression adäquat zu verhalten?<br />Dr. Linde: Was mir insgesamt in der Patienteninformation fehlt, ist die klare Aufforderung, wenn jemand depressive Symptomatik zeigt, sie vom Arzt abklären zu lassen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man den Patienten empfehlen soll, jede depressive Verstimmung, die mehr als nur leichte Symptome entwickelt, vom Arzt behandeln bzw. abklären zu lassen. Und der weiß dann hoffentlich, welche Johanniskraut-Präparate hochwertig sind und welche nicht.<br /><br />KFN 7/2008 – 16. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:56 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Weißdorn verstärkt den Effekt der Bewegung bei Herzpatienten und verbessert deren Lebensqualität</title>
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           <media:title type="plain">Weißdorn verstärkt den Effekt der Bewegung bei Herzpatienten und verbessert deren Lebensqualität</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Es herrscht Mangel in Deutschland, beklagt das Robert-Koch-Institut – Mangel an Bewegung. Dabei wäre das von den Berliner Gesundheitsexperten empfohlene Pensum an Anstrengung gar nicht schwer zu erfüllen: An mindestens drei Tagen pro Woche sollte man eine halbe Stunde körperlich aktiv sein, dabei Puls und Atmung steigern und leicht ins Schwitzen kommen. Doch dieses Minimalprogramm erfüllen heute nur 13 Prozent aller Erwachsenen, sagt das Institut, bei Älteren rutscht die Quote sogar unter zehn Prozent!</p>
</div>
<div id="text_asset_3678" class="text_asset_partial article_text">
<p>Lebensalter angepasste körperliche Aktivität steigert die Lebensqualität und hat einen geradezu verjüngenden Effekt. Dreißig Minuten Bewegung täglich verbessern das Aussehen um fünf Jahre und verringern das biologische Alter sogar um zehn Jahre, stellte die Kardiologin Dr. med. Eva Westphal, Karlsruhe, in München fest. Mit Bewegung lasse sich die Erkrankungsrate und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten ähnlich ausgeprägt senken wie durch den Einsatz von Medikamenten.<br />Allerdings lässt sich – wie Studien zeigen – durch den Einsatz von Weißdorn der Effekt von Training noch zusätzlich steigern. In einer zusammen mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaften Karlsruhe durchgeführten Studie überprüfte Dr. Westphal kürzlich an 91 Patienten mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II die Wirkung von moderatem Walking-Training mit oder ohne zusätzliche Gabe des Crataegus-Spezialextrakts WS 1442. Dabei zeigte sich, dass</p>
<ul>
<li>sich positive Wirkungen des Trainings bereits nach acht Wochen bemerkbar machen,</li>
<li>nach 14 Wochen die Patienten, die Crataegus nahmen, eine signifikant größere Verbesserung erfuhren als nur Trainierte,</li>
<li>durch die Gabe das Phytopharmakons beim Training nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität spürbar steigt.</li>
</ul>
<p>Zu analogen Ergebnissen kam auch eine soeben veröffentlichte Metaanalyse der Cochrane Collaboration (Pittler, M. H. et al. The Cochrane Library 2008). Dabei wurden zehn randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien zur Wirksamkeit von Weißdorn-Spezialextrakten bei chronischer Herzinsuffizienz analysiert. Das Ergebnis bei insgesamt 855 Patienten mit Herzschwäche im Stadium NYHA I bis III war: Crataegus-Extrakte verbessern im Vergleich zu Placebo die Herzfunktion und die körperliche Belastbarkeit signifikant.<br /><br />KFN 11/2008 – 12.11.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Es herrscht Mangel in Deutschland, beklagt das Robert-Koch-Institut – Mangel an Bewegung. Dabei wäre das von den Berliner Gesundheitsexperten empfohlene Pensum an Anstrengung gar nicht schwer zu erfüllen: An mindestens drei Tagen pro Woche sollte man eine halbe Stunde körperlich aktiv sein, dabei Puls und Atmung steigern und leicht ins Schwitzen kommen. Doch dieses Minimalprogramm erfüllen heute nur 13 Prozent aller Erwachsenen, sagt das Institut, bei Älteren rutscht die Quote sogar unter zehn Prozent!</p>
</div>
<div id="text_asset_3678" class="text_asset_partial article_text">
<p>Lebensalter angepasste körperliche Aktivität steigert die Lebensqualität und hat einen geradezu verjüngenden Effekt. Dreißig Minuten Bewegung täglich verbessern das Aussehen um fünf Jahre und verringern das biologische Alter sogar um zehn Jahre, stellte die Kardiologin Dr. med. Eva Westphal, Karlsruhe, in München fest. Mit Bewegung lasse sich die Erkrankungsrate und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten ähnlich ausgeprägt senken wie durch den Einsatz von Medikamenten.<br />Allerdings lässt sich – wie Studien zeigen – durch den Einsatz von Weißdorn der Effekt von Training noch zusätzlich steigern. In einer zusammen mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaften Karlsruhe durchgeführten Studie überprüfte Dr. Westphal kürzlich an 91 Patienten mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II die Wirkung von moderatem Walking-Training mit oder ohne zusätzliche Gabe des Crataegus-Spezialextrakts WS 1442. Dabei zeigte sich, dass</p>
<ul>
<li>sich positive Wirkungen des Trainings bereits nach acht Wochen bemerkbar machen,</li>
<li>nach 14 Wochen die Patienten, die Crataegus nahmen, eine signifikant größere Verbesserung erfuhren als nur Trainierte,</li>
<li>durch die Gabe das Phytopharmakons beim Training nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität spürbar steigt.</li>
</ul>
<p>Zu analogen Ergebnissen kam auch eine soeben veröffentlichte Metaanalyse der Cochrane Collaboration (Pittler, M. H. et al. The Cochrane Library 2008). Dabei wurden zehn randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien zur Wirksamkeit von Weißdorn-Spezialextrakten bei chronischer Herzinsuffizienz analysiert. Das Ergebnis bei insgesamt 855 Patienten mit Herzschwäche im Stadium NYHA I bis III war: Crataegus-Extrakte verbessern im Vergleich zu Placebo die Herzfunktion und die körperliche Belastbarkeit signifikant.<br /><br />KFN 11/2008 – 12.11.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:54 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Tee mit Ginkgo keine gute Alternative zu geprüften Fertigarzneien</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/294-tee-mit-ginkgo-keine-gute-alternative-zu-geprueften-fertigarzneien?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Tee mit Ginkgo keine gute Alternative zu geprüften Fertigarzneien</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Ginkgo biloba gilt als die Arzneipflanze für Gedächtnis, Konzentration und mentale Gesundheit. Extrakte aus Ginkgo-Blättern zählen zu den wissenschaftlich am gründlichsten untersuchten Phytopharmaka und haben sich bei der Behandlung von hirnorganisch bedingten kognitiven Leistungsstörungen als wirksam und sicher erwiesen. Bei den in letzter Zeit in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten zunehmend angebotenen Ginkgohaltigen Teemischungen ist das jedoch nicht der Fall. Es gibt keinerlei Wirkungsbeleg, im Gegenteil: Sie enthalten unzulässig hohe Mengen von unter Umständen gesundheitsschädlichen Ginkgolsäuren! Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3677" class="text_asset_partial article_text">
<p>Ginkgolsäuren können Allergien auslösend und Nervenzellen schädigen. Bei der Herstellung von Ginkgohaltigen Fertigarzneimitteln wird deshalb der zulässige Gehalt an Ginkgolsäuren auf einen winzigen Anteil von 5 ppm (parts per million) reduziert. Wer ein hochwertiges, standardisiertes Ginkgo-Medikament aus der Apotheke in der empfohlenen Dosierung einnimmt, kommt auf die unbedenkliche Menge von maximal 0,6 bis 1,2 Mikrogramm Ginkgolsäuren pro Tag.</p>
<p><br />Anders stellt sich die Situation für die Konsumenten von Ginkgohaltigen Teemischungen und Lebensmitteln dar, deren Hersteller an der Bekanntheit und Popularität von Ginkgo-Arzneimitteln zu partizipieren versuchen. Die im Eschborner Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker durchgeführte Analyse von neun verschiedenen Ginkgohaltigen Teeprodukten ergab eine zum Teil enorme Belastung mit den bedenklichen Ginkgolsäuren.</p>
<p><br />Meike Krzywon und ihre Kollegen ermittelten: „Die für Arzneimittel zulässige höchste Tagesdosis an Ginkgolsäuren von 1,2 Mikrogramm (entsprechend dem Grenzwert von 5 ppm) wurde im wässrigen Aufguss aller untersuchten Teeprodukte erheblich überschritten. Beim Genuss von nur einer Tasse solchen Tees nähme man das 40-Fache bis mehr als das 80-Fache der arzneilich zulässigen Ginkgolsäuren ein. Das bedeutet: „Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit, wie sie für Lebensmittel zu fordern ist, ist bei der Einnahme von solchen Mengen an Ginkgolsäuren nicht gegeben, dies erst recht nicht, wenn täglich mehrere Tassen Aufguss getrunken werden“.<br /><br />KFN 12/2008 </p>
</div>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Ginkgo biloba gilt als die Arzneipflanze für Gedächtnis, Konzentration und mentale Gesundheit. Extrakte aus Ginkgo-Blättern zählen zu den wissenschaftlich am gründlichsten untersuchten Phytopharmaka und haben sich bei der Behandlung von hirnorganisch bedingten kognitiven Leistungsstörungen als wirksam und sicher erwiesen. Bei den in letzter Zeit in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten zunehmend angebotenen Ginkgohaltigen Teemischungen ist das jedoch nicht der Fall. Es gibt keinerlei Wirkungsbeleg, im Gegenteil: Sie enthalten unzulässig hohe Mengen von unter Umständen gesundheitsschädlichen Ginkgolsäuren! Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3677" class="text_asset_partial article_text">
<p>Ginkgolsäuren können Allergien auslösend und Nervenzellen schädigen. Bei der Herstellung von Ginkgohaltigen Fertigarzneimitteln wird deshalb der zulässige Gehalt an Ginkgolsäuren auf einen winzigen Anteil von 5 ppm (parts per million) reduziert. Wer ein hochwertiges, standardisiertes Ginkgo-Medikament aus der Apotheke in der empfohlenen Dosierung einnimmt, kommt auf die unbedenkliche Menge von maximal 0,6 bis 1,2 Mikrogramm Ginkgolsäuren pro Tag.</p>
<p><br />Anders stellt sich die Situation für die Konsumenten von Ginkgohaltigen Teemischungen und Lebensmitteln dar, deren Hersteller an der Bekanntheit und Popularität von Ginkgo-Arzneimitteln zu partizipieren versuchen. Die im Eschborner Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker durchgeführte Analyse von neun verschiedenen Ginkgohaltigen Teeprodukten ergab eine zum Teil enorme Belastung mit den bedenklichen Ginkgolsäuren.</p>
<p><br />Meike Krzywon und ihre Kollegen ermittelten: „Die für Arzneimittel zulässige höchste Tagesdosis an Ginkgolsäuren von 1,2 Mikrogramm (entsprechend dem Grenzwert von 5 ppm) wurde im wässrigen Aufguss aller untersuchten Teeprodukte erheblich überschritten. Beim Genuss von nur einer Tasse solchen Tees nähme man das 40-Fache bis mehr als das 80-Fache der arzneilich zulässigen Ginkgolsäuren ein. Das bedeutet: „Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit, wie sie für Lebensmittel zu fordern ist, ist bei der Einnahme von solchen Mengen an Ginkgolsäuren nicht gegeben, dies erst recht nicht, wenn täglich mehrere Tassen Aufguss getrunken werden“.<br /><br />KFN 12/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:53 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Was hilft, wenn Kinder über Kopfweh klagen?</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/291-was-hilft-wenn-kinder-ueber-kopfweh-klagen?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Was hilft, wenn Kinder über Kopfweh klagen?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Früher als typisches Leiden gestresster Erwachsener angesehen, ist Kopfweh inzwischen auch zu einer Kinderkrankheit geworden. Es tritt heute nicht nur häufiger auf, sondern plagt immer jüngere Patienten. Bereits im Vorschulalter leidet jedes fünfte Kind in Deutschland zumindest hin und wieder unter Kopfschmerzen, bis zum zwölften Geburtstag haben rund 90 Prozent der Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Die wichtigsten Auslöser sind Hektik, Zeitdruck, Familienstreit und vor allem zu langes Sitzen vor dem Computer oder Fernsehgerät.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3680" class="text_asset_partial article_text">
<p>Synthetische Analgetika gelten bei Kindern nicht nur wegen ihrer Toxizität als bedenklich: Bei den jungen Patienten treten auch Gewöhnungseffekte und Nebenwirkungen häufiger auf als bei Erwachsenen. Wichtiger sind deshalb nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Entspannungsübungen, ein geregelter Tagesablauf mit strikter Limitierung von Computerbildschirm und Fernsehen, ausreichend Schlaf und mehr Bewegung an der frischen Luft. Zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp bietet außerdem die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung eine verträgliche und sichere Alternative.</p>
<p><br />Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Arznei konnte in einer Studie mit 63 Kindern unter 13 Jahren nachdrücklich bestätigt werden. Die unter Spannungskopfschmerzen leidenden Kinder waren zwischen vier und 13 Jahren, am häufigsten betroffen war die Gruppe der Neun- bis Elfjährigen. Sie sollten das Minzöl-Präparat bei jeder auftretenden Kopfschmerzepisode auf Stirn und Schläfen auftragen. Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Rund 80 Prozent der kleinen Patienten bzw. deren Eltern und ein ebenso hoher Anteil der behandelnden Ärzte stuften die Wirkung der Pfefferminzöl-Therapie als „sehr gut“ oder „gut“ ein.</li>
<li>Die Verträglichkeit wurde von 90 Prozent der beteiligten Kinder, Eltern und Ärzten ebenfalls als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegenüber synthetischen Präparaten bietet das pflanzliche Kopfschmerzmittel aber noch weitere Vorteile: Die Kinder gewöhnen sich nicht an eine regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten und es besteht kein Risiko von Kopfschmerzen, die durch das Medikament ausgelöst werden.<br />Die Pfefferminzöl-Lösung ist als einziges „topisch“ (lokal) anzuwendendes pflanzliches Analgetikum zugelassen und für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verordnungs- und erstattungsfähig.<br /><br />KFN 9/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/291-was-hilft-wenn-kinder-ueber-kopfweh-klagen/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Früher als typisches Leiden gestresster Erwachsener angesehen, ist Kopfweh inzwischen auch zu einer Kinderkrankheit geworden. Es tritt heute nicht nur häufiger auf, sondern plagt immer jüngere Patienten. Bereits im Vorschulalter leidet jedes fünfte Kind in Deutschland zumindest hin und wieder unter Kopfschmerzen, bis zum zwölften Geburtstag haben rund 90 Prozent der Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Die wichtigsten Auslöser sind Hektik, Zeitdruck, Familienstreit und vor allem zu langes Sitzen vor dem Computer oder Fernsehgerät.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3680" class="text_asset_partial article_text">
<p>Synthetische Analgetika gelten bei Kindern nicht nur wegen ihrer Toxizität als bedenklich: Bei den jungen Patienten treten auch Gewöhnungseffekte und Nebenwirkungen häufiger auf als bei Erwachsenen. Wichtiger sind deshalb nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Entspannungsübungen, ein geregelter Tagesablauf mit strikter Limitierung von Computerbildschirm und Fernsehen, ausreichend Schlaf und mehr Bewegung an der frischen Luft. Zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp bietet außerdem die äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung eine verträgliche und sichere Alternative.</p>
<p><br />Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der pflanzlichen Arznei konnte in einer Studie mit 63 Kindern unter 13 Jahren nachdrücklich bestätigt werden. Die unter Spannungskopfschmerzen leidenden Kinder waren zwischen vier und 13 Jahren, am häufigsten betroffen war die Gruppe der Neun- bis Elfjährigen. Sie sollten das Minzöl-Präparat bei jeder auftretenden Kopfschmerzepisode auf Stirn und Schläfen auftragen. Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Rund 80 Prozent der kleinen Patienten bzw. deren Eltern und ein ebenso hoher Anteil der behandelnden Ärzte stuften die Wirkung der Pfefferminzöl-Therapie als „sehr gut“ oder „gut“ ein.</li>
<li>Die Verträglichkeit wurde von 90 Prozent der beteiligten Kinder, Eltern und Ärzten ebenfalls als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegenüber synthetischen Präparaten bietet das pflanzliche Kopfschmerzmittel aber noch weitere Vorteile: Die Kinder gewöhnen sich nicht an eine regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten und es besteht kein Risiko von Kopfschmerzen, die durch das Medikament ausgelöst werden.<br />Die Pfefferminzöl-Lösung ist als einziges „topisch“ (lokal) anzuwendendes pflanzliches Analgetikum zugelassen und für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verordnungs- und erstattungsfähig.<br /><br />KFN 9/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Neu: Aktueller Wegweiser zur wissenschaftlich gesicherten Phytotherapie</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/292-neu-aktueller-wegweiser-zur-wissenschaftlich-gesicherten-phytotherapie?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Neu: Aktueller Wegweiser zur wissenschaftlich gesicherten Phytotherapie</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die Beliebtheit von Naturheilmitteln hat auch eine Schattenseite: Neben gut dokumentierten Präparaten werden immer mehr pflanzliche Dragees, Pillen oder Kapseln angeboten, deren Wirksamkeit keiner eigenen wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurde. Selbst Experten fällt es daher schwer, hier einen Überblick zu behalten. Orientierungshilfen wie das jetzt in einer gründlich aktualisierten und ergänzten Neuauflage erschienene „Kompendium Phytopharmaka“ sind deshalb gefragt.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3679" class="text_asset_partial article_text">
<p>Phytopharmaka können die gleichen Anforderungen auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen, die heute auf chemisch-synthetische Arzneimittel gestellt werden. Viele Menschen schreiben aber die Heilkraft eines pflanzlichen Mittels ausschließlich der dabei verwendeten Pflanze zu. Das ist falsch und der Wissensstand von gestern. Längst weiß man dagegen, dass nicht Johanniskraut, Kamille oder Weißdorn wirksam sind, sondern nur ganz bestimmte Zubereitungen aus diesen Pflanzen. Unterschiedliche Extrakte aus der gleichen Pflanze können sogar sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten – je nach Anbau, Ernte oder Herstellungsverfahren. Welche Kriterien hier jeweils eine Rolle spielen, steht im Einführungsteil des Kompendiums.</p>
<p><br />„Im Bereich der Phytotherapie sind in den vergangenen Jahrzehnten viele hundert randomisierte Studien durchgeführt worden“, stellt hier PD Dr. med. Klaus Linde, TU München fest. „Auch bei Anlage strenger EBM-Kriterien (Level 1 und 2) kann die Wirksamkeit vieler der in diesem Kompendium aufgeführten Phytopharmaka als belegt bzw. weitgehend belegt bezeichnet werden“.<br />Einen Überblick über pflanzliche Arzneimittel, die solchen Standards entsprechen, bietet der Präparateteil des „Kompendium Phytopharmaka“. Hier sind mehr als160 Arzneimittel aus 22 Heilpflanzen aufgelistet, deren pharmazeutische Qualität und therapeutische Wirksamkeit als gesichert und in eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen dokumentiert gilt.</p>
<p><br />Das „Kompendium Phytopharmaka“ ist im Buchhandel zum Preis von € 7,90 zu haben. Journalisten können mit beiliegendem Bestellbogen ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern.<br /><br />KFN 10/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/292-neu-aktueller-wegweiser-zur-wissenschaftlich-gesicherten-phytotherapie/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die Beliebtheit von Naturheilmitteln hat auch eine Schattenseite: Neben gut dokumentierten Präparaten werden immer mehr pflanzliche Dragees, Pillen oder Kapseln angeboten, deren Wirksamkeit keiner eigenen wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurde. Selbst Experten fällt es daher schwer, hier einen Überblick zu behalten. Orientierungshilfen wie das jetzt in einer gründlich aktualisierten und ergänzten Neuauflage erschienene „Kompendium Phytopharmaka“ sind deshalb gefragt.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3679" class="text_asset_partial article_text">
<p>Phytopharmaka können die gleichen Anforderungen auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen, die heute auf chemisch-synthetische Arzneimittel gestellt werden. Viele Menschen schreiben aber die Heilkraft eines pflanzlichen Mittels ausschließlich der dabei verwendeten Pflanze zu. Das ist falsch und der Wissensstand von gestern. Längst weiß man dagegen, dass nicht Johanniskraut, Kamille oder Weißdorn wirksam sind, sondern nur ganz bestimmte Zubereitungen aus diesen Pflanzen. Unterschiedliche Extrakte aus der gleichen Pflanze können sogar sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten – je nach Anbau, Ernte oder Herstellungsverfahren. Welche Kriterien hier jeweils eine Rolle spielen, steht im Einführungsteil des Kompendiums.</p>
<p><br />„Im Bereich der Phytotherapie sind in den vergangenen Jahrzehnten viele hundert randomisierte Studien durchgeführt worden“, stellt hier PD Dr. med. Klaus Linde, TU München fest. „Auch bei Anlage strenger EBM-Kriterien (Level 1 und 2) kann die Wirksamkeit vieler der in diesem Kompendium aufgeführten Phytopharmaka als belegt bzw. weitgehend belegt bezeichnet werden“.<br />Einen Überblick über pflanzliche Arzneimittel, die solchen Standards entsprechen, bietet der Präparateteil des „Kompendium Phytopharmaka“. Hier sind mehr als160 Arzneimittel aus 22 Heilpflanzen aufgelistet, deren pharmazeutische Qualität und therapeutische Wirksamkeit als gesichert und in eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen dokumentiert gilt.</p>
<p><br />Das „Kompendium Phytopharmaka“ ist im Buchhandel zum Preis von € 7,90 zu haben. Journalisten können mit beiliegendem Bestellbogen ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern.<br /><br />KFN 10/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Evidenzbasierte Bestätigung für die Phytotherapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/293-evidenzbasierte-bestaetigung-fuer-die-phytotherapie-funktioneller-magen-darm-beschwerden?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Evidenzbasierte Bestätigung für die Phytotherapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Etwa 25 Prozent der Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl und Krämpfen. Zur Behandlung dieser als „funktionelle Dyspepsie“ oder „Reizmagen“ bezeichneten Missempfindungen werden pflanzliche Arzneimittel mit zunehmendem Erfolg eingesetzt.</p>
</div>
<div id="text_asset_3681" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Ursachen von funktionellen Verdauungsbeschwerden sind vielfältig: Störungen der Magen- und Darmbeweglichkeit gehören ebenso dazu, wie eine Überempfindlichkeit, Entzündungsprozesse und eine überschießende Produktion von Magensäure. Mit synthetischen Medikamenten lassen sich nur einzelne Symptome beeinflussen: Der Arzt kann mit Monopräparaten die Produktion von Magensäure blocken, die Säure mit Antazida binden, mit so genannten Prokinetika die Bewegungen von Magen und Darm stimulieren oder mit krampflösenden Mitteln die Schmerzen lindern. Diese Therapien sind nicht nur teuer, sondern gehen oft auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher.<br />Dagegen entfaltet die pflanzliche Kombination aus Extrakten von Iberis amara (Bittere Schleifenblume) Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmel, Schöllkraut, Mariendistel, Melisse, Süßholz und Pfefferminze, auf alle diese Teilbereiche gleichzeitig ihre positive Wirkung, ohne jedoch ähnliche Nebenwirkungen auszulösen wie die synthetischen Monopräparate. Die Kombination zielt im Sinne einer Multi-Target-Therapie durch additive und synergistische Effekte der einzelnen pflanzlichen Wirkstoffe auf die verschiedenen Symptome.<br />Von einer Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Magdeburg wurde kürzlich ein klinische Studie durchgeführt und im angesehenen „American Journal of Gastroenterology“ publiziert (Am J Gastroenterol. 2007 Jun; 102(6):1268-75). Die Wissenschaftler um Dr. Ulrike von Arnim wiesen in der placebokontrollierten, doppelblinden Multicenterstudie an 315 Patienten nach, dass STW 5 die vielfältigen Magen-Darm-Beschwerden schon nach zwei Wochen zuverlässig bessert. Diese Studie veranlasste selbst das gegenüber Phytopharmaka besonders skeptisch eingestellte „American College of Gastroenterology“, in seinem Organ „Journal Nature/Clinical Practice“ (Nat Clin Pract Gastroenterol Hepatol. 2008 Mar;5(3):136-7) dazu, das pflanzliche Arzneimittel als „eine sichere und effektive therapeutische Option“ zur Behandlung von funktioneller Dyspepsie zu bezeichnen.<br /><br />KFN 8/2008 – 13.08.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/293-evidenzbasierte-bestaetigung-fuer-die-phytotherapie-funktioneller-magen-darm-beschwerden/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Etwa 25 Prozent der Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl und Krämpfen. Zur Behandlung dieser als „funktionelle Dyspepsie“ oder „Reizmagen“ bezeichneten Missempfindungen werden pflanzliche Arzneimittel mit zunehmendem Erfolg eingesetzt.</p>
</div>
<div id="text_asset_3681" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die Ursachen von funktionellen Verdauungsbeschwerden sind vielfältig: Störungen der Magen- und Darmbeweglichkeit gehören ebenso dazu, wie eine Überempfindlichkeit, Entzündungsprozesse und eine überschießende Produktion von Magensäure. Mit synthetischen Medikamenten lassen sich nur einzelne Symptome beeinflussen: Der Arzt kann mit Monopräparaten die Produktion von Magensäure blocken, die Säure mit Antazida binden, mit so genannten Prokinetika die Bewegungen von Magen und Darm stimulieren oder mit krampflösenden Mitteln die Schmerzen lindern. Diese Therapien sind nicht nur teuer, sondern gehen oft auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher.<br />Dagegen entfaltet die pflanzliche Kombination aus Extrakten von Iberis amara (Bittere Schleifenblume) Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmel, Schöllkraut, Mariendistel, Melisse, Süßholz und Pfefferminze, auf alle diese Teilbereiche gleichzeitig ihre positive Wirkung, ohne jedoch ähnliche Nebenwirkungen auszulösen wie die synthetischen Monopräparate. Die Kombination zielt im Sinne einer Multi-Target-Therapie durch additive und synergistische Effekte der einzelnen pflanzlichen Wirkstoffe auf die verschiedenen Symptome.<br />Von einer Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Magdeburg wurde kürzlich ein klinische Studie durchgeführt und im angesehenen „American Journal of Gastroenterology“ publiziert (Am J Gastroenterol. 2007 Jun; 102(6):1268-75). Die Wissenschaftler um Dr. Ulrike von Arnim wiesen in der placebokontrollierten, doppelblinden Multicenterstudie an 315 Patienten nach, dass STW 5 die vielfältigen Magen-Darm-Beschwerden schon nach zwei Wochen zuverlässig bessert. Diese Studie veranlasste selbst das gegenüber Phytopharmaka besonders skeptisch eingestellte „American College of Gastroenterology“, in seinem Organ „Journal Nature/Clinical Practice“ (Nat Clin Pract Gastroenterol Hepatol. 2008 Mar;5(3):136-7) dazu, das pflanzliche Arzneimittel als „eine sichere und effektive therapeutische Option“ zur Behandlung von funktioneller Dyspepsie zu bezeichnen.<br /><br />KFN 8/2008 – 13.08.2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:52 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Neue Medikamente: Wo liegt die Zukunft?</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/290-neue-medikamente-wo-liegt-die-zukunft?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Neue Medikamente: Wo liegt die Zukunft?</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Die Bedeutung der Naturstoff-Forschung für die Entwicklung neuer Medikamente wächst: Jede zweite Innovation ist inzwischen entweder ein Naturstoffpräparat oder einem natürlichen Vorbild nachempfunden. Nur noch die Hälfte aller innovativen Arzneimittel der letzten beiden Jahre waren Synthetika. „Und Experten schätzen, dass in wenigen Jahren 75 Prozent der Innovationen bei pharmazeutischen Produkten aus der Schatzkammer der Natur kommen werden“, erklärte Professor Dr. Michael Popp, Vorsitzender des Komitee Forschung Naturmedizin KFN) in München.</p>
</div>
<div id="text_asset_3683" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die in letzter Zeit auffällig gestiegene Anzahl auch schwerwiegender Arzneimittelereignisse durch chemisch-synthetische Medikamente ist nur einer der Gründe für diese Entwicklung. Die derzeit in vielen Ländern zu beobachtende Rückbesinnung auf die Natur als „größte Apotheke der Welt“ wird von einer anderen Tatsache noch stärker bestimmt: Heute gibt es wissenschaftliche und technische Methoden zur Erforschung der Potenziale der Natur, die es möglich machen, die komplexen Systeme von Heilpflanzen erfolgreich zu entschlüsseln. „Wir verbinden das Beste, was der Mensch derzeit kann, mit dem Besten, was die Natur bietet“, meinte Professor Popp dazu. Das Ergebnis sind hochwertige Phytopharmaka mit zum Teil faszinierenden Wirkdimensionen.<br />Ein gutes Beispiel dafür bietet die Cannabis-Forschung. In der Zukunft könnten Extrakte aus Cannabis möglicherweise Patienten mit Multiplen Sklerose helfen. Die ersten klinischen test2s zeigten jedenfalls ermutigende Ergebnisse. „Unsere Londoner Arbeitsgruppe konnte in biochemisch-pharmakologischen Untersuchungen antientzündliche Wirkungen von pharmazeutischen Zubereitungsformen dieser Arzneipflanzen zeigen“, berichtete Professor Michael Heinrich von der University of London über seine EU geförderte Forschung. Das Beispiel Cannabis zeige aber auch, so Professor Heinrich weiter, das Potential der Entwicklung von Extrakten.<br />Um das Missbrauchsrisiko der Cannabis-Medikamente zu minimieren, wären Extrakte wünschenswert, die möglichst viel der wirksamen Stoffe enthalten, aber nur geringe Mengen der psychoaktiven Verbindungen. Zahlreiche Experimente belegen klar, wie unterschiedlich das Wirkstoffprofil einer Cannabis-Zubereitung ausfallen kann, wenn unterschiedliche Extraktionsmittel bzw. unterschiedliche Extraktionsverfahren verwendet werden (Politti et a. 2008, Phytochemistry 69: 562-570). Ein Phänomen übrigens, das nicht nur auf Cannabis zutrifft, sondern auf alle pflanzlichen Zubereitungen.<br /><br />KFN 6/2008 – 8. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Die Bedeutung der Naturstoff-Forschung für die Entwicklung neuer Medikamente wächst: Jede zweite Innovation ist inzwischen entweder ein Naturstoffpräparat oder einem natürlichen Vorbild nachempfunden. Nur noch die Hälfte aller innovativen Arzneimittel der letzten beiden Jahre waren Synthetika. „Und Experten schätzen, dass in wenigen Jahren 75 Prozent der Innovationen bei pharmazeutischen Produkten aus der Schatzkammer der Natur kommen werden“, erklärte Professor Dr. Michael Popp, Vorsitzender des Komitee Forschung Naturmedizin KFN) in München.</p>
</div>
<div id="text_asset_3683" class="text_asset_partial article_text">
<p>Die in letzter Zeit auffällig gestiegene Anzahl auch schwerwiegender Arzneimittelereignisse durch chemisch-synthetische Medikamente ist nur einer der Gründe für diese Entwicklung. Die derzeit in vielen Ländern zu beobachtende Rückbesinnung auf die Natur als „größte Apotheke der Welt“ wird von einer anderen Tatsache noch stärker bestimmt: Heute gibt es wissenschaftliche und technische Methoden zur Erforschung der Potenziale der Natur, die es möglich machen, die komplexen Systeme von Heilpflanzen erfolgreich zu entschlüsseln. „Wir verbinden das Beste, was der Mensch derzeit kann, mit dem Besten, was die Natur bietet“, meinte Professor Popp dazu. Das Ergebnis sind hochwertige Phytopharmaka mit zum Teil faszinierenden Wirkdimensionen.<br />Ein gutes Beispiel dafür bietet die Cannabis-Forschung. In der Zukunft könnten Extrakte aus Cannabis möglicherweise Patienten mit Multiplen Sklerose helfen. Die ersten klinischen test2s zeigten jedenfalls ermutigende Ergebnisse. „Unsere Londoner Arbeitsgruppe konnte in biochemisch-pharmakologischen Untersuchungen antientzündliche Wirkungen von pharmazeutischen Zubereitungsformen dieser Arzneipflanzen zeigen“, berichtete Professor Michael Heinrich von der University of London über seine EU geförderte Forschung. Das Beispiel Cannabis zeige aber auch, so Professor Heinrich weiter, das Potential der Entwicklung von Extrakten.<br />Um das Missbrauchsrisiko der Cannabis-Medikamente zu minimieren, wären Extrakte wünschenswert, die möglichst viel der wirksamen Stoffe enthalten, aber nur geringe Mengen der psychoaktiven Verbindungen. Zahlreiche Experimente belegen klar, wie unterschiedlich das Wirkstoffprofil einer Cannabis-Zubereitung ausfallen kann, wenn unterschiedliche Extraktionsmittel bzw. unterschiedliche Extraktionsverfahren verwendet werden (Politti et a. 2008, Phytochemistry 69: 562-570). Ein Phänomen übrigens, das nicht nur auf Cannabis zutrifft, sondern auf alle pflanzlichen Zubereitungen.<br /><br />KFN 6/2008 – 8. Juli 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:48 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Vielfältige Beschwerden erfordern stets komplexe Therapieansätze</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/289-vielfaeltige-beschwerden-erfordern-stets-komplexe-therapieansaetze?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Vielfältige Beschwerden erfordern stets komplexe Therapieansätze</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Bis vor kurzem galt der Einsatz von Kombinationen, also Arzneimitteln mit mehreren Wirkstoffen, unter Pharmakologen als verpönt. Nur mit einem Monopräparat – war die gängige Schulmeinung – kann der Ort des Krankheitsgeschehens genau angepeilt und der Prozess dort gezielt beeinflusst werden. Inzwischen weiß man, dass viele Erkrankungen komplexe Ursachen haben und zu vielfältigen Beschwerden führen. In solchen Fällen erweist sich die Bevorzugung der Monotherapie als Irrtum. Gerade die aus vielen Wirkstoffen zusammengesetzten pflanzlichen Arzneimittel können bei solchen Erkrankungen die bessere Wahl darstellen.</p>
</div>
<div id="text_asset_3684" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach der langjährigen akademischen Lehrmeinung funktioniert medikamentöse Behandlung im Idealfall so, dass der applizierte Wirkstoff zielgenau an den Ort des krankhaften Geschehens (Target) gelangt, um dort die Prozesse in eine gewünschte Richtung zu steuern. Unter Laborbedingungen funktioniert es meist sehr gut, im medizinischen Alltag aber muss der Arzt oft Erkrankungen behandeln, die mit einer Vielfalt von Symptomen einhergehen, und zu deren Behandlung deshalb die Monotherapie nicht ausreicht. Typische Beispiele für derart komplexe Erkrankungen sind:</p>
<ul>
<li>Magen-Darm-Beschwerden</li>
<li>rheumatische Erkrankungen</li>
<li>Herz-Kreislauf-Probleme</li>
<li>Tumore</li>
</ul>
<p>Bei allen diesen Leiden wird heute die sogenannte Multitarget-Therapie praktiziert, also eine Kombinationstherapie, bei der mehrere Zielorte gleichzeitig anvisiert werden. Typisches Beispiel dafür ist die HIV-Therapie mit einer Kombination mehrerer Virostatika, deren Angriffsorte unterschiedlich sind.<br />Pflanzliche Medikamente enthalten, auch wenn sie aus einer Arzneipflanze hergestellt wurden, immer eine ganze Reihe verschiedener Stoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Gerade diesem Umstand verdanken viele Phytopharmaka auch ihre gute Verträglichkeit. Das gilt für pflanzliche Mehrfachkombinationen genauso, betont Professor Theo Dingermann, Frankfurt. Sie können ausgesprochen sinnvoll sein, wenn das Zusammenspiel ihrer Wirkstoffe ihre Wirksamkeit erhöht oder ihre Verträglichkeit verbessert. Ganz gleich aber, ob chemisch-synthetische oder pflanzliche Arzneimittel, ob Monopräparate oder Kombinationen, die Wirksamkeit jedes einzelnen Präparates muss stets in klinischen Studien belegten werden.<br /><br />KFN 5/2008 – 23. Juni 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/289-vielfaeltige-beschwerden-erfordern-stets-komplexe-therapieansaetze/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Bis vor kurzem galt der Einsatz von Kombinationen, also Arzneimitteln mit mehreren Wirkstoffen, unter Pharmakologen als verpönt. Nur mit einem Monopräparat – war die gängige Schulmeinung – kann der Ort des Krankheitsgeschehens genau angepeilt und der Prozess dort gezielt beeinflusst werden. Inzwischen weiß man, dass viele Erkrankungen komplexe Ursachen haben und zu vielfältigen Beschwerden führen. In solchen Fällen erweist sich die Bevorzugung der Monotherapie als Irrtum. Gerade die aus vielen Wirkstoffen zusammengesetzten pflanzlichen Arzneimittel können bei solchen Erkrankungen die bessere Wahl darstellen.</p>
</div>
<div id="text_asset_3684" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach der langjährigen akademischen Lehrmeinung funktioniert medikamentöse Behandlung im Idealfall so, dass der applizierte Wirkstoff zielgenau an den Ort des krankhaften Geschehens (Target) gelangt, um dort die Prozesse in eine gewünschte Richtung zu steuern. Unter Laborbedingungen funktioniert es meist sehr gut, im medizinischen Alltag aber muss der Arzt oft Erkrankungen behandeln, die mit einer Vielfalt von Symptomen einhergehen, und zu deren Behandlung deshalb die Monotherapie nicht ausreicht. Typische Beispiele für derart komplexe Erkrankungen sind:</p>
<ul>
<li>Magen-Darm-Beschwerden</li>
<li>rheumatische Erkrankungen</li>
<li>Herz-Kreislauf-Probleme</li>
<li>Tumore</li>
</ul>
<p>Bei allen diesen Leiden wird heute die sogenannte Multitarget-Therapie praktiziert, also eine Kombinationstherapie, bei der mehrere Zielorte gleichzeitig anvisiert werden. Typisches Beispiel dafür ist die HIV-Therapie mit einer Kombination mehrerer Virostatika, deren Angriffsorte unterschiedlich sind.<br />Pflanzliche Medikamente enthalten, auch wenn sie aus einer Arzneipflanze hergestellt wurden, immer eine ganze Reihe verschiedener Stoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Gerade diesem Umstand verdanken viele Phytopharmaka auch ihre gute Verträglichkeit. Das gilt für pflanzliche Mehrfachkombinationen genauso, betont Professor Theo Dingermann, Frankfurt. Sie können ausgesprochen sinnvoll sein, wenn das Zusammenspiel ihrer Wirkstoffe ihre Wirksamkeit erhöht oder ihre Verträglichkeit verbessert. Ganz gleich aber, ob chemisch-synthetische oder pflanzliche Arzneimittel, ob Monopräparate oder Kombinationen, die Wirksamkeit jedes einzelnen Präparates muss stets in klinischen Studien belegten werden.<br /><br />KFN 5/2008 – 23. Juni 2008</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:47 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Johanniskraut bei Depressionen: Der Apotheker immer häufiger der erste Ansprechpartner</title>
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           <media:title type="plain">Johanniskraut bei Depressionen: Der Apotheker immer häufiger der erste Ansprechpartner</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Seit der Gesetzgeber die Erstattungsfähigkeit pflanzlicher Medikamente eingeschränkt hat und beim Arztbesuch Praxisgebühr verlangt wird, suchen Menschen mit Gesundheitsproblemen immer häufiger Rat in der noch frei zugänglichen Apotheke. Sind Apotheker aber tatsächlich in der Lage, auch tiefere Ursachen hinter einem Medikamentenwunsch zu erkennen und sie in ihrer Beratung angemessen zu berücksichtigen? Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Marion Schaefer an der Berliner Charité hat zur Klärung dieser Frage am Beispiel von Johanniskraut eine groß angelegte bundesweite Studie durchgeführt. Johanniskrautextrakte sind zur Zeit die einzigen rezeptfreien Antidepressiva, bei ihrer Abgabe kommt daher der Beratung durch den Apotheker eine wachsende Bedeutung zu.</p>
</div>
<div id="text_asset_3687" class="text_asset_partial article_text">
<p>Von den angeschriebenen 292 Apotheken haben sich 172 an der Studie beteiligt. Sie beantworteten unter anderem Fragen zum konkreten Anlass des Kundenkontakts und zum Beratungsaufwand. Zusätzlich zu den dabei erstellten 1.348 Dokumentationsbögen wurden 718 Fragebögen von Kunden ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse:</p>
<ul>
<li>Die Mehrzahl der Apothekenkunden hatte leichtere Probleme, mit ca. 40 Prozent lag jedoch der Anteil von Patienten mit ausgeprägten oder sehr ausgeprägten Symptomen einer Depression überraschend hoch. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Patienten mit behandlungsbedürftigen Beschwerden geht nicht zum Arzt.</li>
<li>Entsprechend hat auch nur ein Drittel der Patienten ein Rezept vorgelegt, zwei Drittel waren Selbstkäufer.</li>
<li>40 Prozent der Patienten waren Erstverwender, 30 Prozent nahmen Johanniskrautpräparate regelmäßig ein.</li>
<li>57 Prozent der Patienten berichteten, dass ihnen durch das Apothekenpersonal ein Beratungsgespräch angeboten wurde.</li>
<li>Etwa 60 Prozent der Patienten fühlten sich „sehr ausführlich“ oder „hinreichend“ beraten worden zu sein. 16 Prozent wünschten keine Beratung.</li>
<li>Die Apotheker beschrieben ihrerseits die Patienten mit psychischen Problemen als anspruchsvoll, fühlen sich dadurch jedoch nicht überfordert und hielten sich für Beratung für ausreichend kompetent.</li>
</ul>
<p>Bedenklich erscheint dagegen die Erkenntnis, dass nur 43 Prozent der Verwender von Johanniskrautpräparaten ihren Arzt über die Einnahme des Phytopharmakons informieren. Die Mehrzahl hält das nicht für notwendig oder verschweigt sogar bewusst die Einnahme.<br /><br />KFN 1/2008 – 29.01.08</p>
</div>
<p> </p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p>Seit der Gesetzgeber die Erstattungsfähigkeit pflanzlicher Medikamente eingeschränkt hat und beim Arztbesuch Praxisgebühr verlangt wird, suchen Menschen mit Gesundheitsproblemen immer häufiger Rat in der noch frei zugänglichen Apotheke. Sind Apotheker aber tatsächlich in der Lage, auch tiefere Ursachen hinter einem Medikamentenwunsch zu erkennen und sie in ihrer Beratung angemessen zu berücksichtigen? Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Marion Schaefer an der Berliner Charité hat zur Klärung dieser Frage am Beispiel von Johanniskraut eine groß angelegte bundesweite Studie durchgeführt. Johanniskrautextrakte sind zur Zeit die einzigen rezeptfreien Antidepressiva, bei ihrer Abgabe kommt daher der Beratung durch den Apotheker eine wachsende Bedeutung zu.</p>
</div>
<div id="text_asset_3687" class="text_asset_partial article_text">
<p>Von den angeschriebenen 292 Apotheken haben sich 172 an der Studie beteiligt. Sie beantworteten unter anderem Fragen zum konkreten Anlass des Kundenkontakts und zum Beratungsaufwand. Zusätzlich zu den dabei erstellten 1.348 Dokumentationsbögen wurden 718 Fragebögen von Kunden ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse:</p>
<ul>
<li>Die Mehrzahl der Apothekenkunden hatte leichtere Probleme, mit ca. 40 Prozent lag jedoch der Anteil von Patienten mit ausgeprägten oder sehr ausgeprägten Symptomen einer Depression überraschend hoch. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Patienten mit behandlungsbedürftigen Beschwerden geht nicht zum Arzt.</li>
<li>Entsprechend hat auch nur ein Drittel der Patienten ein Rezept vorgelegt, zwei Drittel waren Selbstkäufer.</li>
<li>40 Prozent der Patienten waren Erstverwender, 30 Prozent nahmen Johanniskrautpräparate regelmäßig ein.</li>
<li>57 Prozent der Patienten berichteten, dass ihnen durch das Apothekenpersonal ein Beratungsgespräch angeboten wurde.</li>
<li>Etwa 60 Prozent der Patienten fühlten sich „sehr ausführlich“ oder „hinreichend“ beraten worden zu sein. 16 Prozent wünschten keine Beratung.</li>
<li>Die Apotheker beschrieben ihrerseits die Patienten mit psychischen Problemen als anspruchsvoll, fühlen sich dadurch jedoch nicht überfordert und hielten sich für Beratung für ausreichend kompetent.</li>
</ul>
<p>Bedenklich erscheint dagegen die Erkenntnis, dass nur 43 Prozent der Verwender von Johanniskrautpräparaten ihren Arzt über die Einnahme des Phytopharmakons informieren. Die Mehrzahl hält das nicht für notwendig oder verschweigt sogar bewusst die Einnahme.<br /><br />KFN 1/2008 – 29.01.08</p>
</div>
<p> </p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Johanniskrautextrakte: Eine sinnvolle Alternative zu synthetischen Antidepressiva</title>
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           <media:title type="plain">Johanniskrautextrakte: Eine sinnvolle Alternative zu synthetischen Antidepressiva</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die auch in Deutschland millionenfach verordneten Antidepressiva des Typs SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) sind in Verruf geraten. Vor einigen Wochen haben britische Wissenschaftler eine Übersichtsstudie über die Wirksamkeit derartiger synthetischer Antidepressiva publiziert und damit für eine riesige Aufregung in der Fachwelt gesorgt. Das Autorenteam um den Psychologen Irving Kirsch stellte fest, dass SSRI bei leichten bis schweren Depressionen gegenüber Placebo keine oder kaum bessere Wirkung zeigen. Sie wirken allenfalls bei schwersten Depressionen besser als Scheinmedikamente. Die Forscher empfahlen deshalb, bei leichten bis mittelschweren Depressionen auf andere Behandlungsmethoden zurückzugreifen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3685" class="text_asset_partial article_text">
<p>Eine gute Therapiemöglichkeit bei diesen Schweregraden bieten Johanniskrautpräparate, deren Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Untersuchungen belegt ist. Johanniskrautextrakte gelten als die am besten verträglichen nachweisbar wirksamen Mittel bei leichten und mittelschweren Depressionen. Eine Bestätigung für die präparatespezifische Wirksamkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel erbrachte eine Analyse von PD Dr. med. Klaus Linde, München, die er nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erarbeitete. Dabei wurden ausschließlich randomisierte und doppelblind kontrollierte Studien berücksichtigt, in denen Monopräparate aus Johanniskrautextrakten entweder mit Placebo oder einem chemischen Standardantidepressivum verglichen wurden. Als Resultat wurden neun, auf dem deutschen Markt verfügbare Johanniskraut-Präparate identifiziert, die in den Studien einen produktspezifischen Wirksamkeitsnachweis erbracht haben.</p>
<p><br />Leider haben die Gesundheitsreformen der letzten Jahre gerade im Falle des Antidepressivums Johanniskraut für ein verwirrendes Durcheinander gesorgt. Obwohl die Hypericumpräparate gerade gegen leichte und mittelschwere Depressionen am besten geeignet sind, dürfen sie nur bei mittelschweren Depressionen zu Lasten der GKV verordnet werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland fast sechs Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie müssen heute entweder auf die besser verträglichen Johanniskrautpräparate verzichten, oder ihre Medikamente selbst bezahlen. Eine Lösung, die auch den Krankenkassen – siehe oben – keine Vorteile bringt.<br /><br />KFN 3/2008 </p>
</div>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Die auch in Deutschland millionenfach verordneten Antidepressiva des Typs SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) sind in Verruf geraten. Vor einigen Wochen haben britische Wissenschaftler eine Übersichtsstudie über die Wirksamkeit derartiger synthetischer Antidepressiva publiziert und damit für eine riesige Aufregung in der Fachwelt gesorgt. Das Autorenteam um den Psychologen Irving Kirsch stellte fest, dass SSRI bei leichten bis schweren Depressionen gegenüber Placebo keine oder kaum bessere Wirkung zeigen. Sie wirken allenfalls bei schwersten Depressionen besser als Scheinmedikamente. Die Forscher empfahlen deshalb, bei leichten bis mittelschweren Depressionen auf andere Behandlungsmethoden zurückzugreifen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="text_asset_3685" class="text_asset_partial article_text">
<p>Eine gute Therapiemöglichkeit bei diesen Schweregraden bieten Johanniskrautpräparate, deren Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Untersuchungen belegt ist. Johanniskrautextrakte gelten als die am besten verträglichen nachweisbar wirksamen Mittel bei leichten und mittelschweren Depressionen. Eine Bestätigung für die präparatespezifische Wirksamkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel erbrachte eine Analyse von PD Dr. med. Klaus Linde, München, die er nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erarbeitete. Dabei wurden ausschließlich randomisierte und doppelblind kontrollierte Studien berücksichtigt, in denen Monopräparate aus Johanniskrautextrakten entweder mit Placebo oder einem chemischen Standardantidepressivum verglichen wurden. Als Resultat wurden neun, auf dem deutschen Markt verfügbare Johanniskraut-Präparate identifiziert, die in den Studien einen produktspezifischen Wirksamkeitsnachweis erbracht haben.</p>
<p><br />Leider haben die Gesundheitsreformen der letzten Jahre gerade im Falle des Antidepressivums Johanniskraut für ein verwirrendes Durcheinander gesorgt. Obwohl die Hypericumpräparate gerade gegen leichte und mittelschwere Depressionen am besten geeignet sind, dürfen sie nur bei mittelschweren Depressionen zu Lasten der GKV verordnet werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland fast sechs Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie müssen heute entweder auf die besser verträglichen Johanniskrautpräparate verzichten, oder ihre Medikamente selbst bezahlen. Eine Lösung, die auch den Krankenkassen – siehe oben – keine Vorteile bringt.<br /><br />KFN 3/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Blinder Glaube an Evidenz benachteiligt Patienten</title>
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           <media:title type="plain">Blinder Glaube an Evidenz benachteiligt Patienten</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Randomisierte doppelblind kontrollierte Studien können nicht das alleinige Kriterium zur Beurteilung eines Arzneimittels sein. Diese Meinung vertreten inzwischen nicht nur Vertreter der sog. besonderen Therapierichtungen, sondern auch so namhafte Tumorforscher wie die Professoren Ulrich Abel, Heidelberg, und Wilfried Lorenz, Regensburg, aber auch Informatiker wie Dr. Weber, Basel. Sie alle fordern, die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin zu erweitern.</strong></p>
</div>
<div id="text_asset_3686" class="text_asset_partial article_text">
<p>In der Nutzenbewertung von Arzneimitteln gelten für Hartliner von den Kriterien der „evidenzbasierten“ Medizin (EBM) nur Therapie, die in randomisierten und kontrollierten Studien belegt worden sind, als wirksam. Prof. Abel und Prof. Lorenz zählen aber mindestens drei wichtige Gründe auf, warum es falsch ist, die randomisierte Studie zu glorifizieren:</p>
<ol>
<li>Mit ihr können nicht alle klinischen Fragestellungen gelöst werden.</li>
<li>Eine randomisierte Studie ist nicht automatisch fehlerfrei. Sie kann die Qualität der Behandlung und der Patientenversorgung nicht beurteilen. Auch die Patientenmotivation bleibt unberücksichtigt.</li>
<li>Sie spiegelt nicht die Behandlungswirklichkeit im klinischen Alltag wieder und stellt nicht sicher, dass das gemessen wird, was für den Patienten wichtig ist.</li>
</ol>
<p><br />Nach Ansicht der Experten sollten deshalb klinische Studien stärker danach beurteilt werden, wie weit sie die Patientenperspektive einbeziehen.</p>
<p><br />In einer randomisierten Studie (engl. „random“ = Zufall) wird eine Gruppe von zufällig ausgewählten Patienten, die ein Verum (d.h. die „wahre Therapie) bekommen, mit einer Kontrollgruppe verglichen. Aus dem statistischen Unterschied zwischen den Ergebnissen beider Gruppen wird dann die Wirksamkeit der Verum-Therapie errechnet. Für die Vertreter einer starr auf Meta-Statistik fixierten Medizin gelten nur so geprüfte Therapien als belegt. Kritik an dieser Schmalspur-Sichtweise äußerte aber kürzlich auch ein Arbeitsteam vom Institut für medizinische Information und Biostatistik aus Basel: „Wir möchten zeigen, dass für eine Reihe von Fragestellungen andere Studiendesigns als randomisierte prospektive Studien notwendig sind und plädieren dafür, das Evidenzlevel künftig nicht nach dem Studiendesign per se, sondern an einer objektiven und verlässlichen Beurteilung der Maßnahmen gemessen wird, die durchgeführt wurden, um eine optimale Freiheit relevanter Studienergebnisse von Bias, Confounding oder Effect-Modifiern zu garantieren.“<br /><br />KFN 2/2008 </p>
</div>]]></media:description>
                      <media:thumbnail url="https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/287-blinder-glaube-an-evidenz-benachteiligt-patienten/file" />
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Randomisierte doppelblind kontrollierte Studien können nicht das alleinige Kriterium zur Beurteilung eines Arzneimittels sein. Diese Meinung vertreten inzwischen nicht nur Vertreter der sog. besonderen Therapierichtungen, sondern auch so namhafte Tumorforscher wie die Professoren Ulrich Abel, Heidelberg, und Wilfried Lorenz, Regensburg, aber auch Informatiker wie Dr. Weber, Basel. Sie alle fordern, die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin zu erweitern.</strong></p>
</div>
<div id="text_asset_3686" class="text_asset_partial article_text">
<p>In der Nutzenbewertung von Arzneimitteln gelten für Hartliner von den Kriterien der „evidenzbasierten“ Medizin (EBM) nur Therapie, die in randomisierten und kontrollierten Studien belegt worden sind, als wirksam. Prof. Abel und Prof. Lorenz zählen aber mindestens drei wichtige Gründe auf, warum es falsch ist, die randomisierte Studie zu glorifizieren:</p>
<ol>
<li>Mit ihr können nicht alle klinischen Fragestellungen gelöst werden.</li>
<li>Eine randomisierte Studie ist nicht automatisch fehlerfrei. Sie kann die Qualität der Behandlung und der Patientenversorgung nicht beurteilen. Auch die Patientenmotivation bleibt unberücksichtigt.</li>
<li>Sie spiegelt nicht die Behandlungswirklichkeit im klinischen Alltag wieder und stellt nicht sicher, dass das gemessen wird, was für den Patienten wichtig ist.</li>
</ol>
<p><br />Nach Ansicht der Experten sollten deshalb klinische Studien stärker danach beurteilt werden, wie weit sie die Patientenperspektive einbeziehen.</p>
<p><br />In einer randomisierten Studie (engl. „random“ = Zufall) wird eine Gruppe von zufällig ausgewählten Patienten, die ein Verum (d.h. die „wahre Therapie) bekommen, mit einer Kontrollgruppe verglichen. Aus dem statistischen Unterschied zwischen den Ergebnissen beider Gruppen wird dann die Wirksamkeit der Verum-Therapie errechnet. Für die Vertreter einer starr auf Meta-Statistik fixierten Medizin gelten nur so geprüfte Therapien als belegt. Kritik an dieser Schmalspur-Sichtweise äußerte aber kürzlich auch ein Arbeitsteam vom Institut für medizinische Information und Biostatistik aus Basel: „Wir möchten zeigen, dass für eine Reihe von Fragestellungen andere Studiendesigns als randomisierte prospektive Studien notwendig sind und plädieren dafür, das Evidenzlevel künftig nicht nach dem Studiendesign per se, sondern an einer objektiven und verlässlichen Beurteilung der Maßnahmen gemessen wird, die durchgeführt wurden, um eine optimale Freiheit relevanter Studienergebnisse von Bias, Confounding oder Effect-Modifiern zu garantieren.“<br /><br />KFN 2/2008 </p>
</div>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Rezeptfreie Arzneimittel genießen hohes Ansehen bei Hausärzten</title>
           <link>https://www.kfn-ev.de/meldungen/2008-1/288-rezeptfreie-arzneimittel-geniessen-hohes-ansehen-bei-hausaerzten?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Rezeptfreie Arzneimittel genießen hohes Ansehen bei Hausärzten</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Seit über vier Jahren werden apothekenpflichtige, aber rezeptfreie Arzneimittel bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr von der GKV erstattet. Auch die meisten pflanzlichen Arzneimittel sind davon betroffen. Dass der Ausschluss aus der Erstattung aber mit der Qualität und Wirksamkeit der Präparate nichts zu tun hat, beweist eine aktuelle Umfrage des Instituts TNS-Healthcare unter niedergelassenen Medizinern: Acht von zehn Ärzten halten den Einsatz dieser Mittel bei der Behandlung ihrer Patienten weiterhin für medizinisch und therapeutisch sinnvoll.</strong></p>
</div>
<div id="text_asset_3688" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach ihrer Einstellung bei der Beratung und Empfehlung von nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten wurden in diesem Frühjahr bundesweit 200 niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten gefragt. Die dabei ermittelten Antworten lassen keine Zweifel zu über den hohen Stellenwert, den die meisten Ärzte diesen Arzneimitteln nach wie vor zubilligen. Fast jeder fünfte Patient (18 Prozent) verlässt heute die Praxis seines Hausarztes mit einer Empfehlung rezeptfreier Arzneimittel auf einem Grünem oder einem Privatrezept bzw. mit einer mündlichen Empfehlung für ein OTC-Präparat. In weiteren neun Prozent der Patientenkontakte kommt es zur Verordnung von apothekenpflichtigen rezeptfreien Arzneimitteln bei schwerwiegenden Erkrankungen oder bei Kindern unter 12 Jahren auf Kassenrezept.</p>
<p><br />Welch ungebrochenes Ansehen die vom Gesetzgeber ausgeklammerte Medikamentengruppe bei den befragten Medizinern genießt, geht aus ihren Antworten auf detaillierte Fragen hervor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>96 Prozent der Ärzte hält den Einsatz rezeptfreier Mittel für sinnvoll zur Behandlung von leichten Gesundheitsstörungen.</li>
<li>82 Prozent vertritt auch bei mittelschweren Krankheitsbeschwerden diese Ansicht.</li>
<li>Über ein Drittel (35 Prozent) hält OTC-Präparate sogar zur Behandlung starker Gesundheitsstörungen für geeignet.</li>
<li>85 Prozent der Ärzte empfiehlt den Einsatz rezeptfreier Medikamente zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vorbeugung.<br /><br /></li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;Die aktuelle Umfrage offenbart allerdings auch eine besonders krasse Folge der unsinnigen gesetzlichen Regelung: In 14 Prozent aller Konsultationen erhält der Patient zur Linderung seiner Beschwerden aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnet, obwohl sein Arzt überzeugt ist, dass ihm mit einem rezeptfreien Mittel genauso gut hätte geholfen werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>KFN 4/2008</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="article_teaser_text_partial">
<p><strong>Seit über vier Jahren werden apothekenpflichtige, aber rezeptfreie Arzneimittel bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr von der GKV erstattet. Auch die meisten pflanzlichen Arzneimittel sind davon betroffen. Dass der Ausschluss aus der Erstattung aber mit der Qualität und Wirksamkeit der Präparate nichts zu tun hat, beweist eine aktuelle Umfrage des Instituts TNS-Healthcare unter niedergelassenen Medizinern: Acht von zehn Ärzten halten den Einsatz dieser Mittel bei der Behandlung ihrer Patienten weiterhin für medizinisch und therapeutisch sinnvoll.</strong></p>
</div>
<div id="text_asset_3688" class="text_asset_partial article_text">
<p>Nach ihrer Einstellung bei der Beratung und Empfehlung von nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten wurden in diesem Frühjahr bundesweit 200 niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten gefragt. Die dabei ermittelten Antworten lassen keine Zweifel zu über den hohen Stellenwert, den die meisten Ärzte diesen Arzneimitteln nach wie vor zubilligen. Fast jeder fünfte Patient (18 Prozent) verlässt heute die Praxis seines Hausarztes mit einer Empfehlung rezeptfreier Arzneimittel auf einem Grünem oder einem Privatrezept bzw. mit einer mündlichen Empfehlung für ein OTC-Präparat. In weiteren neun Prozent der Patientenkontakte kommt es zur Verordnung von apothekenpflichtigen rezeptfreien Arzneimitteln bei schwerwiegenden Erkrankungen oder bei Kindern unter 12 Jahren auf Kassenrezept.</p>
<p><br />Welch ungebrochenes Ansehen die vom Gesetzgeber ausgeklammerte Medikamentengruppe bei den befragten Medizinern genießt, geht aus ihren Antworten auf detaillierte Fragen hervor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>96 Prozent der Ärzte hält den Einsatz rezeptfreier Mittel für sinnvoll zur Behandlung von leichten Gesundheitsstörungen.</li>
<li>82 Prozent vertritt auch bei mittelschweren Krankheitsbeschwerden diese Ansicht.</li>
<li>Über ein Drittel (35 Prozent) hält OTC-Präparate sogar zur Behandlung starker Gesundheitsstörungen für geeignet.</li>
<li>85 Prozent der Ärzte empfiehlt den Einsatz rezeptfreier Medikamente zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vorbeugung.<br /><br /></li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;Die aktuelle Umfrage offenbart allerdings auch eine besonders krasse Folge der unsinnigen gesetzlichen Regelung: In 14 Prozent aller Konsultationen erhält der Patient zur Linderung seiner Beschwerden aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnet, obwohl sein Arzt überzeugt ist, dass ihm mit einem rezeptfreien Mittel genauso gut hätte geholfen werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>KFN 4/2008</p>]]></description>
           <author>info@tch-support.com (Super User)</author>
           <category>2008</category>
           <pubDate>Sat, 28 May 2016 16:03:46 +0200</pubDate>
       </item>
          </channel>
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